Seltsame Fragen im Bewerbungsgespräch "Warum sollten Regenwürmer Lederhosen tragen?"

Chefs kommen in Job-Interviews auf die abstrusesten Ideen. SZ.de-Leser berichten von den merkwürdigsten Fragen, die sie im Vorstellungsgespräch beantworten sollten.

Ein Elektro-Markt, der seine Bewerber erst einmal vortanzen lässt, oder abstruse Rätselaufgaben: Britische Arbeitgeber sind durchaus bekannt für abseitigen Humor beim Vorstellungsgespräch. Ganz so schlimm wie in diesem Monty-Python-Sketch wird es auch auf der Insel aber im echten Leben selten.

Doch auch deutsche Unternehmen lassen sich mitunter seltsame Fragen einfallen, mit denen sie ihre Bewerber löchern. Wir haben die Leser von Süddeutsche.de gefragt: Was war die dümmste Frage, die Sie jemals im Bewerbungsgespräch beantworten mussten? Eine Auswahl:

  • "Könnten Sie zum Vorstellungsgespräch Schlafsack und Isomatte mitbringen?" (Vorab-Gespräch am Telefon)
  • "Sind Sie wirklich der Ansicht, dass Ihre Krawatte zu Ihrem Hemd passt?"
  • "Wie kommt jemand, der in der 11. Klasse nur fünf Punkte in Mathe hatte, auf die Idee, sich für einen Analystenjob zu bewerben?" (Ich war da immerhin schon Ende 30 und das Abitur war 18 Jahre her...)
  • "Wenn Sie bei uns anfangen, was brauchen Sie alles, um hier zu arbeiten?" (Bewerbung bei einer IT-Firma als Vertriebsinnendienstmitarbeiter)
  • "Wie groß ist der Markt für Rasierklingen weltweit?" (erlebt bei einem großen Münchner Autovermieter im Bereich IT / Online-Business)
  • "Sie wissen schon, wie alt Sie sind?"(Ich war damals 58 Jahre und wurde trotz meines "fortgeschrittenen" Alters zu einem Gespräch eingeladen!)
  • "Was ist das denn für eine hässliche Verfärbung in dem Sessel, auf dem Sie gerade sitzen ?" Meine Antwort: "Keine Ahnung - sagen Sie es mir." Die Antwort des Chefs: "Der Angstschweiß meiner Mitarbeiter." Ich verließ den Raum ohne ein weiteres Wort oder einen Abschiedsgruß. (bei einer Essener Privatbank, Anlass Bewerbungsgespräch beim Leiter IT)
  • "Wenn Sie den Job bekommen, würden Sie dann umziehen?" (Es hat mit der künftigen Arbeitsleistung des Bewerbers nichts zu tun, ob er vor Ort wohnt, oder pendelt oder Wochenendpendler ist. Überhaupt nichts!)
  • "Fühlen sie sich in der Lage, unseren ausgebrannten Architekten zu ersetzen?" (bei einer Münchner Messe & Event Baufirma)
  • "Warum sollten Regenwürmer Lederhosen tragen?" Nach einigem Zögern antwortete ich: "Damit sie auch auf die Wiesn gehen können." (bei einem Vorstellungsgespräch bei einer Münchner Bank, gereicht hat meinem potentiellen Arbeitgeber diese Antwort wohl nicht... Im Nachhinein war ich auch recht froh darüber.)
  • "Warum sind Sie hier?" (erste Frage bei einem Bewerbungsgespräch in einer Softwarefirma)
  • "Wieviele Golfbälle passen in einen Bus?" (bei einem Social Network in Köln)
  • "Wieviele DVDs besitzen wir Deutschen?"(bei einer Agentur)
  • "Hätten sie ein Problem damit, einem Kunden ein Produkt zu verkaufen, das der im Prinzip gar nicht braucht?" (in einem Vorstellungsgespräch in der Vertriebsabteilung eines IT-Anbieters)

Was war die dümmste Frage, die Sie jemals in einem Bewerbungsgespräch beantworten mussten? Schreiben Sie uns unter dem Stichwort "Bewerbungsfragen" an karriere-online@sz.de!