Das Land Berlin verlangt von seinen Bewerbern umfassende Gesundheitsdaten. Alles rechtens und vertraulich, betont der Gesundheitssenat.
Das Land Berlin verlangt von Bewerbern für Stellen im öffentlichen Dienst nach einem Zeitungsbericht intime Gesundheitsdaten. In einem aktuellen Fragebogen würden psychische Krankheiten, Vorerkrankungen, sowie die Namen von bislang behandelnden Ärzten und Psychotherapeuten abgefragt, berichtete die Frankfurter Rundschau .
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Welche Ärzte haben sie behandelt und an welchen Erkrankungen leiden sie: Das Land Berlin will es von seinen Bewerbern wissen. (© Foto: dpa)
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Zudem komme teils sogar noch ein alter Fragebogen zur Anwendung, der noch weitergehende Daten abfrage. Darin müssten Bewerber etwa Angaben zum Alkohol-und Drogenkonsum und sogar zu Verhütungsmitteln machen. Neben behandelnden Ärzten mit Zeitangaben müssten darin auch Entbindungen aufgeführt werden.
Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, nannte die Fragen in der Zeitung "absolut illegal". Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund verurteilte den Fragebogen.
Der Berliner Gesundheitssenat hat Kritik zurückgewiesen. Alle Angaben auf dem entsprechenden Fragebogen unterlägen der ärztlichen Schweigepflicht, sagte eine Sprecherin.
Die Sprecherin des Gesundheitssenats sagte zu dem Bericht: "Die dargestellten Zusammenhänge sind falsch". Der alte Fragebogen sei ersetzt worden und kursiere auch nicht mehr. Datenschutzrechtliche Bedenken gegen den im Sommer eingeführten neuen Fragebogen zur Selbstauskunft weise der Gesundheitssenat "vehement zurück". Die Angaben stünden vielmehr nur dem Arzt zur Verfügung und gingen "selbstverständlich nicht an den Arbeitgeber". Der Bogen verbleibe in der zentralen medizinischen Gutachterstelle und werde nicht Bestandteil der Personalakte", sagte die Sprecherin.
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(sueddeutsche.de/AFP/holz/joku)
Eurovision Song Contest
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Und wann kapieren Sie dass nicht jeder der sozial und solidarisch ist und die Parteiendiktatur und den Überwachungsstaat anprangert ein Linker ist sondern sich berechtigte sorgen um die Demokratie in Deutschland macht?
Ich behaupte auch nicht dass Sie ein Na. zi sind sondern nur ein dogmatisch verblendeter Neoliberaler.
DDR und Bundesrepubllik haben dieses Sammeln von Daten über die Bürger systematisch übernommen.
Da ist keines dieser Systeme eine Ausnahme!
Demokratie und Gesetzestreue? Schon lange nicht mehr!
Gesetzestreue wird nur vom "kleinen Mann" eingefordert!
"Die Würde des Menschen ist unantastbar!" steht nur auf dem Papier!
Auch im öffentlichen Dienst und bei der Einstellung von Beamten werden also rechtswidrig Gesundheitsdaten abgefragt!
Inzwischen gibt es Anwaltskanzleien, die sich darauf spezialisiert haben, Informationen über renitente Mitarbeiter oder Betriebsräte zu sammeln.
Auch über das Netzwerk Xing sind die Personaler bundesweit vernetzt.
Das verstehen diese Leute unter Networking!
Eine Frechheit, was in Deutschland abgeht!
Da gibt es nur eines: Massenhaften Protest gegen diese Praktiken!
Wilkommen in Alltag eines jeden Beamten der irgendwo im öffentlichen Dienst eintreten möchte.
Ich dachte, dies wäre einem Journalisten klar, dass so Dinge wie Arbeitsschutz, Datenschutz, Selbstbestimmungsrecht nicht gilt für Beamte.
Oder war es der Fehler des Landes Berlin, dass es seinen Angestellten ( denen sie mehr zahlen als ihren Beamten) ebenfalls diesen Test machen ließen ?
Paging