Sekretärinnen "Ohne uns läuft gar nichts"
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Kaffee kochende Vorzimmerdame oder heimliche Chefin des Unternehmens? Was Sekretärinnen wirklich machen und wie viel sie dabei verdienen können.
Die klassische Vorzimmerdame ist aus den Betrieben verschwunden. Das Tätigkeitsfeld der ehemaligen Schreibkraft hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt, neben den eigentlichen Sekretariatstätigkeiten gehören immer mehr auch Sacharbeit und Projektmanagement zu den Aufgaben.
"Die Sekretärin ist immer häufiger in Projekte und Konzepte eingebunden, die klassischen Assistenzaufgaben nehmen nur noch einen geringen Teil des Tagesgeschäfts ein", sagt Monika Gunkel, die Vorsitzende des "Bundesverbandes Sekretariat und Büromanagement" (bSb).
Doch während sich das Berufsbild geändert hat, sind die alten Klischees geblieben. Was ist dran an den vielen Vorurteilen, mit denen Sekretärinnen konfrontiert werden?
"Sekretärin kann jeder werden. Man braucht dafür keine Ausbildung"
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"Theoretisch ist es richtig, dass es keine offizielle Sekretariats-Ausbildung gibt. Sekretärin ist kein geschütztes Berufsbild", sagt Gunkel. Die Jobbezeichnung "Sekretärin" bzw. "Assistentin" umfasse ein Bündel an "Zusatzqualifikationen, Kompetenzen, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen".
Grundlage ist fast immer eine kaufmännische oder technische Ausbildung. "Ein Uni-Diplom gibt es nicht, aber eine Fülle von Weiterbildungsmöglichkeiten, auch mit international anerkannten Zertifizierungen", sagt Gunkel. Aber auch Quereinsteigerinnen, die beispielsweise aufgrund eines Studiums über vergleichbare Qualifikationen verfügen, "findet man immer häufiger in den Sekretariaten".
"Das einzige was Sekretärinnen können müssen, ist Kaffee kochen"
"Der Kaffee gehört bei Geschäftsbesuchen, Meetings und persönlichen Einladungen einfach zum guten Ton", räumt Gunkel ein. Allerdings "sind wir längst nicht mehr die Vorzimmerdamen, die sich um das leibliche Wohl ihres Chefs kümmern, sondern haben die unterschiedlichsten Aufgaben in den Unternehmen", ergänzt Kerstin Schmitt, Bereichsassistentin in einem großen Unternehmen in München.
Neben Büroarbeiten sowie Aufgaben in der Sachbearbeitung kümmern sich Sekretärinnen um den Mail- und Briefverkehr, erstellen Statistiken, bereiten Besprechungen vor und betreuen Kunden. In einigen Unternehmen gehören auch Teilgebiete der Personalverwaltung und des Rechnungswesens zu den Aufgaben.
Wie Schmitt sind viele Sekretärinnen außerdem an Firmenprojekten beteiligt oder leiten diese mitunter selbst. Die Sekretärin ist laut Gunkel "Vor- und Mitdenkerin" des Unternehmens.