Kinder sollen sich einheitlich anziehen, sagen manche. Aber was? Die einen setzen auf sportlich, die anderen auf elitären Schick. Uniformen im Stil-Test.
In vielen Ländern gehören Schuluniformen längst zum Alltag. In Deutschland dagegen hält sich die Skepsis gegen die Einheitskluft. Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) kassierte heftige Kritik für ihren neuen Vorstoß.
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Die Ministerin hatte eine Schuluniform gefordert, nachdem zwei 18-jährige Schülerinnen in Bonn mehrere Tage in Folge mit den bodenlangen Gewändern, die Kopf und Körper verhüllen, zum Unterricht erschienen waren. Der Schulleiter schloss die beiden Burka-Trägerinnen daraufhin vom Unterricht aus, was eine bundesweite Debatte auslöste.
Für Kritiker klingt der Ruf nach der Schuluniform sehr nach Drill und Gleichschaltung. Und tatsächlich machen die bisherigen Experimente in Deutschland wenig Lust auf den schulischen Einheitsdress: Meist werden die Schüler in Schlabber-T-Shirts oder -Sweatshirts gesteckt - nach dem Motto: So sehen wenigstens alle gleich bescheuert aus. Auch Zypries macht sich jetzt für die sportliche Variante stark. Uniformen nach britischem Vorbild lehnt sie ab.
Dabei könnte Inspiration aus dem Ausland bestimmt nicht schaden. Strohhüte, bunte Mützen und Kleider wie sie Schüler in England, China oder Vietnam tragen, machen doch mehr her als grauer Einheitslook.
Und wenn wir schon dabei sind: Warum holt man sich nicht gleich Hilfe bei großen Meistern der Mode wie zum Beispiel Jil Sander: Wenn schon alle gleich ausschauen sollen, wieso dann nicht gleich schön?
(sueddeutsche.de)
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