Der Lehrermangel in Deutschland wird sich im nächsten Schuljahr dramatisch verschlechtern, warnt der Philologenverband - und setzt auf Hilfe aus dem Ausland.
Der Lehrermangel in Deutschland wird sich im nächsten Schuljahr erheblich verschärfen. Das berichtet die Bild unter Berufung auf den Deutschen Philologenverband (DPhV). Demnach werden im Herbst bundesweit etwa 40.000 Lehrkräfte fehlen. Das seien etwa 15.000 oder 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders groß sei der Lehrermangel in den Fächern Mathematik, Informatik und in anderen naturwissenschaftlichen Fächern.
Der Philologenverband warnt vor dem Lehrermangel in Deutschland. Besonders groß sei der Bedarf in naturwissenschaftlichen Fächern. (© Foto: ddp)
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Der Vorsitzende des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, begründete die Lücke mit fehlendem Nachwuchs. Um einen Teil der freien Stellen zu besetzen, regt Meidinger den stärkeren Einsatz osteuropäischer Lehrer. "Die sind gut ausgebildet, müssten pädagogisch aber noch geschult werden", sagte der Verbandsvorsitzende.
Er forderte die Bundesländer auf, "spezielle Kurse für Bewerber aus Osteuropa" anzubieten. Derzeit sind an bundesdeutschen Schulen etwa 770.000 Lehrer tätig. Nach Schätzungen des DPhV werden in den nächsten zehn Jahren 300.000 in den Ruhestand gehen.
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(dpa/Reuters/mikö/gal)
Staatsbesuch in Israel
Ich ärgere mich maßlos über die undifferenzierte Darstellung des sog. "Lehrermangels" momentan.
Selbst betroffen - mit einem guten Durchschnitt in angeblichen "Mängelfächern" Deutsch und Geschichte (2005) - habe ich dieses Jahr keine Anstellung bekommen und könnte mir sogar vorstellen, notwendigerweise auch ein anderes Fach zu unterrichten.
Paradox erscheint mir nun, dass man Lücken mit Lehrern aus dem Osten schließt bzw. unqualifizierte oder schlecht qualifizierte Absolventen einstellt und unsereiner hart um eine winzige Aushifsstelle kämpfen muss. Wo bleibt eine langfristige Einstellungspolitik? Zu Beginn meines Studiums - bis hin zum Ende meiner Ausbildung - hat man mit Prognosen á la - Sie kriegen alle noch eine Einstellung, so gut wie für Sie, sah es schon lange nicht mehr aus - für den Lehrerberuf geworben. Viele Abiturienten werden wohl auch dieses Jahr den Lehrerberuf anstreben ohne zu merken, dass der sog. "Lehrermangel" bisweilen undifferenziert dargestellt wird....
Wieso entferne ich mich vom Thema? Ich habe lediglich mein Verwunderung über den Lehrermangel zum Ausdruck gebracht....und diese begründet....
Sie haben geschrieben:
"Fast ärgere ich mich etwas, daß die Lehrerschaft keinen Konkurrenzdruck ertragen braucht, wie eigentlich jeder normale Arbeitnehmer auch."
Dazu folgender Kommentar:
1.) Wenn Sie Äpfel und Tomaten vergleichen, was ist Ihre Erkenntnis? Richtig: das eine ist Obst, das andere Gemüse. Sie vergleichen hier einen pädagogischen Beruf mit einem Beruf aus der freien Marktwirtschaft. Funktioniert nicht mal in Ansätzen! Haben schon viele versucht. Sind ständig daran gescheitert.
2.) Lehrer müssen keinen Konkurrenzdruck ertragen? Stimmt soweit. Sie sind - so die pauschale und weitverbreitete Meinung - Einzelkämpfer. Aber: Sie haben Druck von der Schulbehörde (Lehrplanumsetzung), von den Eltern ("Mein Kind sollte optimal gefördert werden"), von den Kindern (Aufmerksamkeit, Disziplin, Struktur...)
Kommen Sie mich mal in der Schweiz besuchen - 1 Woche Schule!
Lieber Gruss
Matthias Kühn
Alles nur Theaterdonner mit dem angeblichen Lehrermangel.
Habe über die Jahre als promovierter Naturwissenschaftler Dutzende von Blabla-Leider-Briefen angesammelt.
Ein Mangel in sog. Mangelfächern existiert nicht, oder es besteht kein erkennbarer Wille, durch Rekrutierung Hoch- und Höchstqualifizierter irgendetwas dagegen zu tun.
Ein Pseudothema für Politiker der 2. Reihe, die mal ins Fernsehen möchten und die Zeitungen in Zeiten ohne Katastrophen.
Wer anderer Meinung ist, weise zur Untermauerung mal eine einzige solche ominöse Mangelstelle nach!.
... Ihre Beiträge, Herr Bürger674! Sie haben mit allem Recht, was Sie hier schreiben! Aber inhaltlich entfernt es sich mehr und mehr vom ursprünglichen Diskussionsthema. Entweder haben Sie direkt etwas zum Thema zu sagen oder tun Sie der Community den Gefallen und verzichten Sie auf weitere sinnfreie Beiträge.
Lg
emmkühn
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