Der Lehrermangel in Deutschland wird sich im nächsten Schuljahr dramatisch verschlechtern, warnt der Philologenverband - und setzt auf Hilfe aus dem Ausland.

Der Lehrermangel in Deutschland wird sich im nächsten Schuljahr erheblich verschärfen. Das berichtet die Bild unter Berufung auf den Deutschen Philologenverband (DPhV). Demnach werden im Herbst bundesweit etwa 40.000 Lehrkräfte fehlen. Das seien etwa 15.000 oder 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders groß sei der Lehrermangel in den Fächern Mathematik, Informatik und in anderen naturwissenschaftlichen Fächern.

Lehrermangel, ddp

Der Philologenverband warnt vor dem Lehrermangel in Deutschland. Besonders groß sei der Bedarf in naturwissenschaftlichen Fächern. (© Foto: ddp)

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Der Vorsitzende des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, begründete die Lücke mit fehlendem Nachwuchs. Um einen Teil der freien Stellen zu besetzen, regt Meidinger den stärkeren Einsatz osteuropäischer Lehrer. "Die sind gut ausgebildet, müssten pädagogisch aber noch geschult werden", sagte der Verbandsvorsitzende.

Er forderte die Bundesländer auf, "spezielle Kurse für Bewerber aus Osteuropa" anzubieten. Derzeit sind an bundesdeutschen Schulen etwa 770.000 Lehrer tätig. Nach Schätzungen des DPhV werden in den nächsten zehn Jahren 300.000 in den Ruhestand gehen.

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(dpa/Reuters/mikö/gal)