Die Pisa-Ergebnisse in den Fächern Lesen, Mathe und Problemlösen im Überblick.
Die zentralen Ergebnisse des nationalen Pisa-Vergleichs:
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MATHEMATIK: In Mathematik, dem Schwerpunkt der aktuellen PISA-Studie, lag Bayern mit 533 Punkten klar vorne. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Sachsen (523 Punkte) und Baden-Württemberg (512 Punkte). Am Ende der Tabelle standen Nordrhein-Westfalen (486 Punkte), Hamburg (481 Punkte) und Bremen (471 Punkte). Damit lagen die Bremer Schüler etwa eineinhalb Schuljahre hinter den bayerischen Musterschülern zurück. Bemerkenswert sind aber vor allem die deutlichen Leistungssprünge vieler Länder im Vergleich zu PISA I: Im mathematischen Teilbereich "Veränderung und Beziehungen" - für die Gesamtleistung in Mathematik war kein Vergleich möglich - legte Sachsen-Anhalt um 48 Punkte zu. Auch Bremen verzeichnete 30 Punkte mehr, Bayern 24.
Bayern liegt mit seinem Ergebnis zudem auch im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe: So erzielte der internationale PISA-Sieger Finnland nur elf Punkte mehr. Neben Bayern lagen auch Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen über dem Durchschnitt der international getesteten Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Schwächer als der OECD-Durchschnitt waren Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen.
LESEKOMPETENZ: Spitzenreiter ist auch bei der Lesekompetenz Bayern (518 Punkte), gefolgt von Baden-Württemberg (507 Punkte) und Sachsen (504 Punkte). Das Spitzen-Trio liegt damit auch in diesem Bereich über dem OECD-Durchschnitt. Allerdings liegen neun der 16 Bundesländer darunter. Schlusslichter sind Brandenburg (478 Punkte), Mecklenburg-Vorpommern (473 Punkte) und Bremen (467 Punkte). Die stärksten Zuwächse im Vergleich zur vorherigen Studie erzielte erneut Sachsen-Anhalt mit 27 Punkten, auch Brandenburg und Bremen verbesserten sich um jeweils 19 Zähler.
NATURWISSENSCHAFTEN: Die Musterschüler aus Bayern (530 Punkte), Sachsen (522 Punkte) und Baden-Württemberg (513 Punkte) liegen auch bei den naturwissenschaftlichen Kompetenzen über dem internationalen Durchschnitt. Darunter sind Nordrhein-Westfalen (489 Punkte), Hamburg (487 Punkte), Brandenburg (486 Punkte) und Bremen (477 Punkte) platziert. In den Naturwissenschaften erzielte ebenfalls Sachsen-Anhalt den größten Sprung: Die Leistungen der Schüler stiegen um 32 Punkte. Sachsen legte um 23 Punkte zu, Bayern und Niedersachsen jeweils um 22 Zähler.
PROBLEMLÖSEN: Auch in diesem Bereich bilden Bayern (534 Punkte), Sachsen (527 Punkte) und Baden-Württemberg (521 Punkte) die Spitzengruppe. Neben diesen drei Ländern liegen aber auch Thüringen (511 Punkte) und Schleswig-Holstein (509 Punkte) über dem OECD-Durchschnitt. Darunter fällt nur Bremen mit 491 Punkten. Bei der Problemlösungskompetenz geht es darum, bei fächerübergreifenden Aufgaben reale Probleme zu lösen.
(Von Carsten Hauptmeier, AFP)
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