Führungschaos an der Hamburger Uni: Nach dem Rückzug der Präsidentin Monika Auweter-Kurtz soll vorerst die Vizepräsidentin einspringen. Wer die endgültige Nachfolge von "Raketen-Moni" antritt, ist unklar.
Die Universität Hamburg wird nach dem Rückzug der umstrittenen Präsidentin Monika Auweter-Kurtz vorübergehend von Vizepräsidentin Gabriele Löschper geführt. Sie habe dieses Amt turnusgemäß am 1. Juli angetreten, teilte der Hochschulrat am Samstag in Hamburg mit.
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Monika Auweter-Kurtz: Nach ihrem Rückzug ist unklar, wer die Universität Hamburg künftig führen soll. (© Foto: dpa)
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Die Kriminologin und Sozialpsychologin ist seit 2002 hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Universität und im Uni- Präsidium für Struktur und Personalplanung verantwortlich. Auweter-Kurtz hatte sich am Freitag mit der Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrags geeinigt. Die endgültige Nachfolge ist noch nicht geklärt.
Nähe zur Rüstungsindustrie
Schon seit ihrer Berufung im November 2006 hatte Auweter-Kurtz als Befürworterin von Studiengebühren einen schweren Stand. So wurde der Naturwissenschaftlerin und Expertin für Raketenantriebstechnik eine zu große Nähe zur Rüstungsindustrie unterstellt - das trug ihr den Spitznamen "Raketen-Moni" ein.
Mit ihrem wirtschaftsnahen Kurs und großem Augenmerk auf das Einwerben von Drittmitteln erntete sie Lob, aber vor allem viel Kritik. Nach und nach hatte die 58-Jährige die Unterstützung wichtiger universitärer Gruppen verloren. So hatten unter anderem mehr als 120 Professoren ihre Abwahl gefordert.
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(dpa/bön)
"das trug ihr den Spitznamen "Raketen-Moni" ein."
In Raumfahrt-Kreisen ist "Auweia-Kurz" nicht unüblich.