Atemübungen und Stimmtraining
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Um all diese Fehler zu korrigieren, stehen bei den meisten Sprechtrainings auch Atemübungen und Stimmtraining auf dem Programm. "Das Sprechen ist ein muskulärer Vorgang, also kann man die beteiligten Muskeln auch trainieren", erklärt Grosz. "Das ist wie bei Sportlern." Dazu erklärt sie etwa die Arbeitsweise des Zwerchfelles, die verschiedenen Resonanzräume im Schädel und das Sprechwerkzeug, zu dem nicht nur die Zunge zählt. Der Einsatz und die Stellung von Gaumen, Zähnen und Lippen ist ebenso entscheidend.
Artikulation und Konzentration müssen die Teilnehmer in anschließenden Übungen trainieren: Wer den Spruch "Jäh aus Schlingen und Schleifen schlüpfen geschmeidig, schnell verschwinden, schreckende Schlangen" langsam und deutlich sprechen kann, scheitert vielleicht an den H- und T-Lauten in folgendem Satz: "Helfe, Held, dem, der elend lebte, eh' er erkennend gelernt, fremder Herren Geld zu verwerfen."
Wechsel zwischen Anspruch und Unterhaltung
"Um die Zuhörer zu fesseln, sollte jeder Redner auf fünf Faktoren achten", erklärt Grosz, die Sprecherziehung an den Universitäten Bamberg und Passau gelehrt hat. "Entscheidend sind das Sprechtempo, die Betonung mit dem Wechsel zwischen leise und laut, sowie die Modulation, also der Wechsel zwischen hohen und tiefen Tönen. Am Satzende etwa sollte sich die Stimme senken." Darüber hinaus solle ein Sprecher inhaltlich zwischen anspruchsvollen und leichteren Textpassagen wechseln.
Zu guter Letzt gehe es auch um Körpersprache, mit der ein Redner das Gesagte unterstreichen könne. "Niemand sollte sich mit übertriebener Gestik behelfen oder andere imitieren", erklärt Grosz. "Ein Redner sollte nur Bewegungen ausführen, die ihm auch liegen."
Nervösen Sprechern empfiehlt sie, sich auf ihre ersten fünf Sätze zu konzentrieren. "Der Einstieg ist entscheidend", erklärt Grosz. "Wenn am Anfang alles sitzt, zieht ein Redner seine Zuhörer sofort auf seine Seite." Spätere Patzer verzeihe ein Publikum fast immer - vor allem, wenn sie von einem charmanten Lächeln begleitet würden. "Ein nettes Lachen schafft immer Sympathie."
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(sueddeutsche.de/vw)
Wettmanipulation im Fußball
"Auch an der Uni lernen Studenten nicht, wie sie packende Referate halten und Zuhörer fesseln."
Hmmm... schlecht recherchiert. Während meines Studiums mußte man im Hauptstudium 2 Seminare besuchen mit den Themen "Rhetorik" sowie "Gesprächs- und Verhandlungsführung". Diese Seminare beinhalteten u.a. eine Videoanalyse eines vorher aufgezeichneten Referats. Sorgte oftmals für Gelächter (allen voran die aufgezeichneten Personen selbst) war aber doch sehr lehrreich.
... sag's mit PowerPoint.