sueddeutsche.de: Was halten Sie von den typischen Fragen an Bewerber nach ihren Stärken und Schwächen?
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Rosenberger: Die sind richtig. Man sollte seine Schwächen immer zugeben. Aber gleichzeitig für jede eine Möglichkeit benennen, wie man an ihr im Berufsbereich arbeiten kann. Man sollte auch auf die Formulierung achten. Es macht einen Unterschied, ob ich sage: "Ich bin impulsiv" oder "Ich bin ständig in Aktion". Die Wortwahl macht viel aus.
Stärken und Schwächen sollten sich auch die Balance halten. Alles andere wirkt schnell unglaubwürdig.
sueddeutsche.de: Wissen Personal-Entscheider eigentlich, wie sehr sie von ihrem Unterbewussten geleitet werden?
Rosenberger: Natürlich versucht jeder objektiv zu sein. Da heißt es dann: "Wir haben rationale Kriterien, nach denen wir einstellen." Aber man kann sich nicht dagegen wehren, dass man jemanden sympathisch findet.
Dazu kommt: Wenn ich schon ein positives Gefühl habe, suche ich unbewusst nach weiteren positiven Faktoren.
Das Bauchgefühl bestimmt unsere Entscheidung, wir rationalisieren sie nur im Nachhinein.
sueddeutsche.de: Braucht man dann überhaupt die langen Bewerbungsprozeduren wie Eignungstests und Assessment-Center?
Rosenberger: Auf jeden Fall! Ein Vorstellungsgespräch von einer halben Stunde reicht nicht. Jeder, der sich vorbereitet hat, kann sich 30 Minuten lang verstellen und so verhalten, wie es von ihm erwartet wird. Nur mit einem Assessment-Center ist man in der Lage, einen Menschen kennen zu lernen. Manche Bewerber schaffen es sogar, ein, zwei Tage lang eine Rolle zu spielen. Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass der erste Eindruck falsch war.
sueddeutsche.de: Das heißt, das Bauchgefühl kann auch trügen?
Rosenberger: Seiner Intuition zu vertrauen, heißt ja nicht impulsiv zu handeln. Perfekt ist es, wenn Bauch und Kopf einer Meinung sind.
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(Interview: Nicola Holzapfel)
Moderne Verwaltung
Ich bin 21 jahre alt und komme aus Kamerun.Ich habe das Thema"Richtig Bewerber"gelesen und habe mich daruber interessiert.Ich mochte nur sagen,der Psychologe hat recht auf alle Frage,die er antwortet hat.Wenn re sagt"sei wie du bist.so bist du gut"stimmt das.Manche Bewerber spielen manchmal eine Rolle und das finde ich schlecht.
"Entschuldigen Sie mich bitte fur mein schlechtes Deutsch.Ich besuche den Deutschkurs nur seit sechs Monate."
Ich danke Ihnen fur Ihre Aufmerksamheit.
nihil est in intellectu, quod non prius fuit in sensu.
Von hinten durch die Brust ins Auge. Erst sagt der Heinz, daß man so sein soll, wie man ist, dann warnt er vor Leuten, die sich drei Tage lang verstellen. Dümmer geht's nümmer ...