Es hapert vor allem an der Aus- und Fortbildung der Pädagogen, der Unterrichtsqualität, aber auch an Möglichkeiten der Einzelförderung an Schulen. "Man muss dafür sorgen, dass die Erstklässler-Unterrichtung hochprofessionell wird", meint auch Rudolf Wieneke, Leiter des Zentrums zur Therapie der Rechenschwäche (ZTR) in Berlin. "Wenn frühzeitig diagnostiziert wird, kann die Mehrzahl von Rechenschwächen verhindert werden."
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Kinder, die Schwierigkeiten mit Mathe haben, leiden häufig an Dyskalkulie. (© ddp)
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In Deutschland gibt es zwar Fachlehrer für Mathematik auch an Grundschulen, doch allzu oft unterrichten Pädagogen anderer Disziplinen das Fach. Die Schwächen der Lehrerausbildung in Deutschland offenbarte kürzlich die internationale Mathematiklehrer-Studie TEDS-M. Die deutschen Mathe-Lehrer zeigten dabei mit die größten Leistungsunterschiede aller beteiligten Länder. Besonders große Probleme hatten Lehrer ohne Fachstudium in Mathematik. Dagegen schnitten die Grundschullehrer mit Fachstudium im Weltvergleich gut ab. Besonders Bundesländer wie Thüringen und Sachsen-Anhalt, die reine Grundschullehrer ausbilden, konnten dabei punkten.
In Berlin sind mittlerweile alle Grundschullehrer, die im Erstklassen-Unterricht Mathematik erteilen, zu einer Weiterbildungsmaßnahme zum Thema Rechenstörungen verpflichtet. Manche Experten meinen aber, dass sich der Mathematikunterricht darüber hinaus ganz grundsätzlich ändern müsste - weg von der Fixierung auf richtige Ergebnisse hin zu den Verstehensprozessen. Schulen haben die Pflicht, für das Verstehen zumindest der grundlegenden arithmetischen Kenntnisse zu sorgen, sehen diese Aufgabe für sich oft aber gar nicht, sagt Wolfram Meyerhöfer von der Universität Paderborn: "Schule ist eine Ausleseinstitution. Sie fühlt sich nicht dafür verantwortlich, dass jeder die Inhalte versteht, sondern dass jedem die Inhalte präsentiert werden."
Auch Klara hätte ein gut ausgebildeter Mathelehrer so manche Pein ersparen können. Ihre Schwierigkeiten wurden in der Schule - trotz mehrerer Hinweise durch die Eltern - lange nicht ernst genommen. Seit einem Jahr bekommt sie nun eine Lerntherapie an einem Rechenschwäche-Institut. Ihre Probleme in Mathe hat sie mit Hilfe der Therapie überwunden. "Jetzt machen wir aus der Rechenschwäche eine Rechenstärke", sagt das Mädchen selbstbewusst.
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(SZ vom 19.07.2010/holz)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Es ist wirklich interessant. Immer wenn ein Kind den letzten Blödsinn rechnet, ist der Lehrer schuld und sollte am besten zu einer Fortbildung.
Was mich aber am meisten ärgert ist die Überschrift, die Sie gerade (zum Glück) geändert haben. Erst einmal die Lehrer verunglimpfen, dann wird der Artikel bestimmt gelesen.
Übrigens waren die Mathematiklehrer an Gymnasien in der von Ihnen zitierten Studie weltweit führend in Ihrer Kompetenz! Wahrscheinlich sind Sie aber der Meinung, dass das keiner lesen wollen würde.
Sorry, wer diese Frage beantwortet, ist entweder ein Scherzkeks oder hat ganz allgemein Probleme bei Wahrnehmung / Verständnis.
Mit *Rechenschwäche* hat das nix zu tun. Dass ausgerechnet Psychologen hier eine "Krankheit" diagnostitiern, ist schon fast lustig: die einzige Berufsgruppe, die ohne Fakten Schlüsse ziehen kann. Gefühlte Krankheit eben.
AU! Gerade habe ich einen groben Schub von chronischer Belzeritis, wo doch das Wetter so schön ist. Muss leider raus, da hilft nix. Servus!
immer an dysbiologie, dyschemie und dyslatein gelitten während meiner schulzeit, aber damals war das ja leider noch nicht als krankheit anerkannt. heute gibts da sicher bald pillen als heilmittel!
Ich habe mir in einem Schreibwaren Fachgeschäft 3 Bauantragsmappen gekauft - das Stück zu 2,22 - die freundliche Verkäuferin griff sofort zum Tischrechner und verlangte 6,66.
Ich schüttelte den Kopf, aber habe der Verkäuferin nicht geraten mal zum Arzt zu gehen - vielleicht ein Fehler?