Zahlreiche Berechnungen zeigen den Schaden für die Wirtschaft auf, den die Raucher verursachen: Einer Studie der Universität Hamburg zufolge kosten die Qualmpausen deutsche Unternehmen im Jahr mehr als 28 Milliarden Euro. Ohoven verweist auf Schweden, wo "sehr gute Erfahrungen mit der rauchfreien Arbeitszeit gemacht werden" - dort werden die Kosten für die außerplanmäßigen Pausen auf rund 3500 Euro pro Raucher und Jahr geschätzt. Der Verband rechnet etwas vorsichtiger und veranschlagt rund 2000 Euro. Neben den Kosten sieht Ohoven noch andere Gründe, weswegen die Raucherpausen überflüssig sind: "Sie stören den Arbeitsablauf - und das über die eigentliche Pause hinaus. Denn Raucher müssen sich zuvor mental darauf einstellen und sich danach erst mal wieder einfinden." Und: Raucher ziehen die Nichtraucher mit - wenn auch nicht vor die Tür. "Nichtraucher schalten während der Raucherpausen ihrer Kollegen auch auf 'Pausen-Modus'."

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Ein schlechtes Vorbild

Dass die Debatte um Raucher und den Nichtraucherschutz immer wieder hochkocht, sieht Felser der Zeit geschuldet: "Es hat einen kulturellen Wandel gegeben", sagt er. Der Gesundheitsschutz hat während der vergangenen Jahre deutlich an Wichtigkeit gewonnen und der Unmut unter den Nichtrauchern wächst. "Der Wind wird härter und nikotinfreier."

Arbeitsrechtlich helfe es da kaum, wenn der Raucher sich während der Arbeitszeit vor die Tür stellt und sich eine Zigarette genehmigt: "Der Arbeitnehmer schuldet dem Arbeitgeber den Einsatz seiner Arbeitskraft und kann den Arbeitsplatz nicht nach Belieben verlassen", sagt Felser. Die einzige Ausnahme sind Pausen, die - eigentlich - dem Gesundheitsschutz dienen. In den Pausen allerdings kann sich jeder aufhalten, wo er möchte - und natürlich auch Rauchen. Zumindest, so lange Kollegen nicht beeinträchtigt werden. Aber das kann unter Umständen ganz eigene Gefahren bergen: Nach Auffassung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung stehen nämlich "Verrichtungen im Zusammenhang mit dem Rauchen" nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. "Das bedeutet, dass man zum Beispiel auf dem Weg in den Raucherbereich nicht unfallversichert ist", sagt Felser. Sicherer und versichert ist dabei der Vorschlag, den BVMW-Präsident Ohoven macht: Er plädiert für Gymnastik statt Glimmstängel.

Wie ist Ihre Meinung? Sollen Raucherpausen abgeschafft werden?

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  1. Gefahr in der Zigarettenpause
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(Süddeutsche.de/holz)