Die zehn größten Fehler bei der Gehaltsverhandlung.
Mein Name ist Hase .... Ein typischer Anfängerfehler: Man hat sich eine schöne Zahl ausgedacht, aber nie überprüft, ob sie auch realistisch ist.
(© Foto: sueddeutsche.de)
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Das ist so dumm wie unnötig: Es gibt zig Studien, die über Verdienstmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen informieren. Es gibt Tarifverträge, in die man einen Blick werfen kann. Es gibt Berufsverbände, die Auskunft geben. Es gibt Freunde und Familie, die man um Rat fragen kann. (Und es gibt das Gehälter-ABC auf sueddeutsche.de, natürlich ...).
Für Bewerber kann eine unrealistisch hohe Summe ein Aus-Kriterium sein. Wer in einem bestehenden Arbeitsverhältnis seine Forderungen maßlos überzieht, macht sich lächerlich.
Sonst geh' ich! Die Erpresser-Taktik kommt ganz schlecht an. Sie wirkt ja schon im privaten Bereich kindisch. Im Arbeitsleben ist so ein Verhalten einfach unsouverän.
Wenn die Forderung nach mehr Gehalt berechtigt ist, braucht es kein trotziges Manöver. Sicher ist die Verhandlungsposition besser, wenn man tatsächlich ein Angebot eines anderen Arbeitgebers hat. Aber: Vorsicht, wenn man keines hat. Die Schummelei kann schnell nach hinten losgehen. Was ist, wenn der Chef seinen drohenden Mitarbeiter auflaufen lässt? Wer konsequent ist, muss dann tatsächlich gehen - allein um sein Gesicht zu wahren.
Mein Haus, mein Kind, mein Auto .... Es gibt viele Gründe, warum man mehr Gehalt braucht. Der Nachwuchs ist teuer, die Nebenkosten steigen, im Urlaub war man auch schon lange nicht mehr. Als Argumentation in der Gehaltsverhandlung taugt das alles jedoch nicht.
Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt, weil der Mitarbeiter etwas dafür leistet - und nicht, weil er so viel davon braucht.
Ich. Ich. Ich. Es ist immer gut, ganz klar zu wissen, was man will. In diesem Fall: mehr Gehalt. Aber eines ist auch klar: Erst kommt die Verhandlung.
Und um erfolgreich verhandeln zu können, reicht es nicht, nur von sich auszugehen. Entscheidend ist, auch eine Vorstellung vom Standpunkt des Gegenübers zu haben: Was will er? Welchen Zwängen ist er ausgesetzt? Was für Interessen hat er? Welche Schachzüge könnte er ziehen?
Mehr her! Private Gründe darf man nicht nennen, was taugt dann zur Argumentation? "Ich bin gut!" Das war man ja hoffentlich auch schon zum alten Gehalt. Warum sollte einem der Chef da mehr zahlen?
"Ich bin besser geworden!" Super, dann fällt der Bonus höher aus. Das Gehalt an sich bleibt wie es ist.
"Ich habe neue Aufgaben übernommen." Nicht schlecht.
"Ich will mich stärker da und dort einbringen und könnte mir vorstellen, hier und da Verantwortung zu übernehmen und das könnten wir so und so besser machen und überhaupt bin ich Ihr Mann/Ihre Frau für diesen und jenen Fall". Genau.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
"Warum sollte er einem Mitarbeiter, der immer dasselbe macht, plötzlich mehr zahlen?"
Ganz einfach, weil meine Arbeitskraft, wie alles andere, auch von der Inflation betroffen ist. Wenn meine Lebenshaltungskosten steigen, muss ich leider auch den Preis meiner Arbeitskraft anpassen (wenn ich mir das im Wettbewerb mit anderen erlauben kann). Schliesslich gibts nix geschenkt.
Die meisten Firmen, die so knausrig sind, rechnen nicht damit dass der Angestellte ernst macht und doch geht. Weil dann kommt es sie meist richtig teuer:
- der neue wird zu einem hoeheren Gehalt angestellt, als der alte gefordert hatte, weil so viel Qualifikation hat halt ihren Preis.
- zudem hat der neue aber keine Ahnung von firmeninternen Prozessen und braucht ein Jahr alles halbwegs kennenzulernen bis er wirklich richtig produktiv ist und seinem Gehalt gerecht wird.
Oft ist die Firma aber noch geiziger und spart den freien Posten einfach ein. Dann koennen sie eigentlich schon drauf warten, dass der Rest der faehigen Leute auch geht und mit den verbleibenden durch Ueberforderung und fehlende Motivation der Karren ganz schnell in den Dreck gefahren wird.
...welchen neuen Inhalt dieser Artikel bringen soll. Die getroffenen Aussagen sind nach meinem Dafürhalten mit denen eines Horoskopes zu vergleichen. Allgemeines Gerede das auf alle mögliche Situationen passt. Viele dieser 10 Punkte sind in jeder Art von Verhandlung, ja sogar in privaten Streitgespräch, zu berücksichtigen. Wer soziale Kompetenz hat, weiss das.
Ich hätte mir mehr Konkretes von diesem Artikel gewünscht.
Augehend von meinen Erfahrungen in den letzten fünf Jahren mit Arbeitgebern und dem Beispiel von Vater Staat und den Arbeitgebern folgend sage ich: Sobald das Lohnniveau auf einem Level ist, dass ich meine Familie ernähren kann und die Arbeitgeber die neuerdings übliche Arbeitnehmerabzocke eingestellt haben, werde ich wieder eine Arbeit suchen. Bis dahin soll der zahlen, der dafür verantwortlich ist, dass man sich als Arbeitnehmer von seinem Boss verarschen lassen muss und dafür auch noch 'Danke' sagen soll:
Der Staat und die Bürger, die nichts dagegen getan haben. Die mussten sich ja auch nicht als 'linke Sau', 'Dreckshippie' und 'Kommunist'beschimpfen lassen, wie die Menschen, die sich schon seit den 60er Jahren gegen eine solche Entwicklung aussprechen.
...wenn man tatsächlich erst mit der Kündigung drohen muss, bis man wirklich konkret mit deutlich mehr Gehalt belohnt würde. Habe ich allerdings auch schon so erlebt. Wieso fällt es Arbeitgebern - und ich meine nicht solche, die wirklich um jeden Cent kämpfen müssen sondern Großunternehmen, denen es noch richtig gutgeht - eigentlich so schwer, einsatzbereite Mitarbeiter regelmässig mit Gehaltssteigerungen zu belohnen anstatt darauf zu warten, bis einer vorm Absprung steht und dann mit letzten Köderversuchen zu Kreuze zu kriechen?
...genau die gleiche Erfahrung gemacht. Die überrascht-verzweifelten Rückwerbeaktionen ansonsten unnachgiebiger Vorgesetzter nach einer Kündigung haben mir dabei immer ein bisschen weh getan...
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