Schwatzen die Schüler, ist ordentlicher Unterricht kaum möglich. Eine Lehrerin aus Sachsen-Anhalt hat eine eigenwillige Lösung für dieses Problem gefunden: Sie klebte Kindern den Mund mit Klebeband zu.

Eine Grundschullehrerin aus Kleinkühnau in Sachsen-Anhalt soll mehreren Kindern mit Klebeband den Mund zugeklebt haben. Daraufhin wurde sie vom Dienst suspendiert.

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Quatschen im Unterricht: Ein Psychologe soll nun mit den Kindern sprechen. (© Foto: dpa)

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Die Entscheidung sei Anfang dieser Woche nach Beschwerden von drei Eltern getroffen worden, teilte das Landesverwaltungsamt am Freitag in Halle mit und bestätigte damit einen Bericht der Mitteldeutschen Zeitung.

Sieben Vorfälle

Die Lehrerin habe zum Klebeband gegriffen, weil Kinder den Unterricht an der Grundschule gestört hatten. Am Freitag sollte sich dem Verwaltungsamt zufolge ein Psychologe mit den Kindern beschäftigten, um Näheres über den Ablauf der Vorfälle in Erfahrung zu bringen. Die Direktorin der Schule in einem Vorort von Dessau- Roßlau war vor den Winterferien wegen anderer Vorwürfe bereits suspendiert worden.

Dem Bericht zufolge hatte sich die Mutter eines Schülers Anfang Februar darüber beschwert, dass die Lehrerin ihrem Kind Klebeband auf den Mund geklebt habe. Daraufhin seien weitere Fälle bekanntgeworden, einige dieser sieben Vorfälle lägen schon eineinhalb Jahre zurück.

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(dpa/bön)