Psychische Überbelastung im Job Von der Leyen plant Burn-out-Gipfel

Seelischer Druck treibt die Menschen in den Vorruhestand, sagt Ursula von der Leyen. Sie plant Medienberichten zufolge eine breit angelegte Kampagne zur Bekämpfung psychischer Überbelastungen im Job. Die Unternehmen, so kritisiert die Arbeitsministerin, ließen das Thema bisher schleifen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant eine breit angelegte Kampagne gegen psychische Überlastung in der Arbeitswelt. "Wir wollen uns im nächsten Jahr mit den Tarifpartnern, Sozialversicherungsträgern sowie Länderexperten zusammensetzen, um wirksame Maßnahmen gegen psychische Überlastungen im Beruf zu entwickeln", sagte von der Leyen der Saarbrücker Zeitung.

Jeder Dritte, der heute vorzeitig in Ruhestand gehe, tue das, weil er den beruflichen Anforderungen psychisch nicht mehr gewachsen sei, sagte die Ministerin. Strengere Gesetze zum Arbeitsschutz soll es nach dem Willen von der Leyens aber nicht geben: Schon jetzt existierten strenge Schutzbestimmungen auch im Hinblick auf seelische Belastungen.

Allerdings zeigten Studien, "dass sieben von zehn Unternehmen das Thema schleifen lassen - meist aus Unwissenheit oder Hilflosigkeit", sagte die Ministerin. Deshalb müsse besser informiert werden, um Lösungswege aufzuzeigen.