Nach dem Fehlzeiten-Report wird die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage von nur knapp sechs Prozent der Beschäftigten verursacht. Das Rekordtief beim Krankenstand war auch eine Folge der radikalen Verjüngung der Belegschaften in den neunziger Jahren, als die Betriebe ihre älteren und chronisch kranken Mitarbeiter auf Staatskosten in den Vorruhestand schickten.
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Diese Zeiten sind vorbei, während des Aufschwungs 2007 und 2008 stellten die Unternehmen wieder mehr ältere Mitarbeiter ein. Die demographische Entwicklung dürfte dauerhaft zu mehr Fehltagen führen, meint Frank Meiners von der DAK: "Die älter werdende Gesellschaft wird den Druck auf den Krankenstand weiter erhöhen."
Besorgniserregender Trend
Ein besorgniserregender Trend ist unbestritten und prägt sich jedes Jahr deutlicher aus: Immer mehr Arbeitnehmer leiden unter psychischen Erkrankungen. 2009 meldeten sich fast doppelt so viele AOK-Mitglieder wegen seelischer Probleme krank wie zehn Jahre zuvor. Diese Krankheiten sind mit besonders langen Fehlzeiten verbunden, selbst eine vergleichsweise harmlose depressive Episode führt häufig zu Ausfällen von mehreren Wochen.
Fast ein Drittel der Frühverrentungen geht heute auf Belastungsstörungen, Depressionen, Suchterkrankungen oder andere psychische Probleme zurück. Damit stehen psychische Krankheiten als Ursache von Fehltagen inzwischen auf dem vierten Rang nach Muskel- und Skeletterkrankungen, Atemwegserkrankungen und Verletzungen.
Die Gewerkschaften machen steigenden Druck in der Arbeitswelt für diese Entwicklung verantwortlich. Eindeutig belegen lässt sich das nicht, zumal seelische Erkrankungen heute viel besser diagnostiziert werden als früher. Dennoch glauben auch die Fachleute der Krankenkassen an einen starken Einfluss beruflicher Belastungen. "Chronischer Stress kann zu einer psychischen Krankheit führen, wenn er nicht durch Entspannung und Bewegung kompensiert wird", sagt Frank Meiners von der DAK.
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Ich möchte meinem Vorredner danken, dass er die Trinität des Menschen hervorhebt, die in unserer materialisierten Welt nur noch zählt, leider.
Mobbing scheint indiesem Artikel ein "Non-Thema" zu sein.
Ich selbst habe 14 Jahre Mobbing erfahren, bis ich dann doch endlich "platt" war und bislang 12 Jahre brauchte, um mich zu regenerieren.
Ich kenne viele, viel zu viele Menschen, die sowohl in der Schule, als auch in Ausbildung und Arbeit Mobbinopfer sind und, niemand will mit diesem Thema zu tun haben.
es gibt nur wenige Arbeitsbereiche, in denen Coaching oder Supervision Standart sind, viel zu wenige. Wenn hier die Prävention ansetzte, gäbe es von allen Krankheitsbildern weit aus weniger, denn jeder Mensch hat seine "Schwachstellen", über die er reagiert, auch wenn dem Kopf noch nicht klar ist, dass seine Seele leidet, "hat er sein Kreuz zu tragen" oder die Kränkungen machen schlicht krank in Form von depressiven Verstimmungen etc. Es ist wie immer, es fängt ganz harmlos an und dann ist der Schaden groß.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Milliarden Schäden unserer Gesellschaft erwachsen, bedingt durch Mobbing.
Die wenigsten Menschen wissen, dass sie gemobbt werden, die wenigsten Ärzte haben Ahnung davon und folglich stimmen die Diagnosen auch nicht.
..Und genau das ist das, woran unsere Gesellschaft krankt, die Wertschätzung des Einzelnen in seinem Sein und die Leistung, die er erbringt, wird in $ oder€ gesehen und Lebensalterszahlen, nicht in der Motivation und Leistung des Einzelnen.... und altbekannt ist, Kränkungen kommt von krank.
In den Chefetagen umzudenken scheint mir das oberste Gebot, nicht nur in der Industrie, nein, auch im Bildungswesen etc, nur so kann sich etwas Grundsätzliches ändern.
es grüßt Feo