Immer wenn der Kühlschrank leer war, ging Studentin Laura im Internet auf Kundensuche: Die 19-jährige Französin erzählt von ihrem Nebenjob als Prostituierte.
Die Anzeige im Internet ging Laura nicht mehr aus dem Kopf: "Junger, 50-jähriger Mann sucht gelegentliche Masseuse. Gerne Studentin." Als sie eine Woche später ihre Miete bezahlen musste und ihr Konto wieder völlig überzogen war, sagte sie zu. Das Treffen brachte ihr 250 Euro - für eine Stunde.
Prostitutierte in einer Bar: Arme Studenten arbeiten als Stripteasetänzerin, Masseuse oder Prostituierte. (© Foto: ddp)
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Laura ist Prostituierte. Und Studentin. 18 Jahre alt, zweites Semester Sprachwissenschaften, Italienisch, Spanisch. Ihre Mutter ist Krankenschwester, ihr Vater Arbeiter. Doch die Eltern verdienen zu wenig, um ihre Tochter zu unterstützen - aber zu viel für eine staatliche Studienbeihilfe. So wird jeder Monat zum Überlebenstraining. 20 Stunden pro Woche arbeitet sie in einer Firma für Telemarketing. Das bringt 450 Euro - zu wenig für Miete, Metro-Ticket, Bücher, Essen. "Ich zittere, wenn ich den Kontrolleur in der Metro entdecke. Ich schäme mich so. Aber alles wäre nicht so schlimm, wenn ich mich satt essen könnte", schreibt Laura in "Mes chères études" ("Mein teures/geliebtes Studium").
Ihr neues Buch erregt in Frankreich Aufsehen. Es ist das erste Bekenntnis eines "Escort-Girls". So nennen sich die französischen Akademikerinnen, die sich mit der Prostitution ihr Studium finanzieren. Die Studentenorganisation Sud étudiants hatte ihre Zahl im Jahr 2006 auf 40.000 geschätzt. Die französische Polizei geht von 15.000 bis 20.000 Studentinnen (und Studenten) aus.
Verlässlicher sind die Zahlen, die aus Großbritannien kommen: In der Studie "Sex Work and Students" der Kingston University gaben 2006 zehn Prozent der befragten Studenten an, Kommilitonen zu haben, die als Stripteasetänzerin, Masseuse oder Prostituierte arbeiten - gegenüber 2000 ein Anstieg von 50 Prozent. In Deutschland, so scheint es, ist es bislang bei Warnparolen auf Dekolletés geblieben, wenn wieder mal Studiengebühren erhöht wurden. "Uns ist nichts bekannt", sagt Imke Buß, Vorsitzende des freien Zusammenschlusses von Studentenschaften. Dass es hierzulande solche Fälle gibt, hält sie angesichts der angespannten finanziellen Lage vieler Studenten aber für "sehr wahrscheinlich".
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Generell ist doch nichts dagegen einzuwenden, dass auch Studenten, sie sonst von den Eltern oder durch Bafög unterstützt werden, sich etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazuverdienen. Ob es nun Liebesdienste sein müssen, ist sicher von Typ und Vorlieben abhängig.
Egal in welcher Branche: Unternehmerisches Denken und Arbeitserfahrungen sind wertvolle Skills, die einem auch nach dem Studium den Start ins Arbeitsleben erleichtern.
Die Frage danach, was die männlichen Studienkollegen machen ist jetzt nicht wirklich ihr Ernst!?
Oder glauben Sie ernsthaft, dass nur Frauen anschaffen gehen!?
Aber da gibt es auch andere Möglichkeiten als die Beine breit zu machen, oder was machen alle männlichen Studenten?
Hallo Nikolaus-junior,
ich würde mal sagen, das hängt vom Studienort ab. Beispiel Deutschland: in Heidelberg oder gar München reicht es nicht, während man z.B. in Berlin oder Greifswald gut dasteht. Da die junge Dame Französin ist und wohl in Frankreich lebt (zumindest entnehme ich das dem Text): in Paris ist es vollkommen aussichtslos, Grenoble z.B. dürfte ebenfalls knapp werden, andere Orte entziehen sich meinem Kenntnisstand.
Das kann man nicht so über einen Kamm scheren!
Dominikus
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