Qualitätsstandards einhalten
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Damit die Abschlüsse an privaten und staatlichen Unis vergleichbar sind, müssen die privaten Hochschulen staatlich anerkannt werden. Diese Aufgabe kommt mittlerweile den Bundesländern zu. Neben formellen Anforderungen müssen private Hochschulen auch Qualitätsstandards einhalten. Immer öfter wird das nicht nur durch Akkreditierung der einzelnen Studiengänge, sondern auch durch eine institutionelle Akkreditierung sichergestellt.
"Diese institutionelle Akkreditierung hat sich in den meisten Ländern als Voraussetzung für eine dauerhafte staatliche Anerkennung von Hochschulen in privater Trägerschaft etabliert", erklärt Beatrix Schwörer vom Wissenschaftsrat in Köln, der die Akkreditierungen vergibt. Ihre Bedeutung für die privaten Hochschulen sei daher hoch. Zudem werde die Akkreditierung oft für Werbezwecke genutzt.
Dem 2001 gegründeten Baltic College wurde die institutionelle Akkreditierung nun versagt. Ob das Land die staatliche Anerkennung verlängert, ist fraglich. "Die Studierenden dort sollten die weitere Entwicklung genau beobachten", sagt Schwörer. Ein Fall, der zeigt, wie wichtig die Akkreditierungen sind.
Einfach zu teuer
Auch Bafög gibt es nach Angaben des Deutschen Studentenwerks in Berlin nur, wenn die Hochschule staatlich anerkannt ist. Das ist zwar Nebensache, weil Mama oder Papa ohnehin die Studiengebühren zahlen, ließe sich einwenden. Es stimmt aber nur zum Teil, mein Steffen. Er sei immerhin ein Gegenbeispiel. "Einige kommen schon mit ihrem Audi vorgefahren. Insgesamt ist das Bild aber ausgeglichen."
Steffen Knüppel würde sich nicht noch einmal für die private Hochschule entscheiden - einfach zu teuer, meint er. Am Ende kommt es eben darauf an, was für Studenten Vorrang hat: Schnell und effizient studieren - denn wer hängt bei 500 Euro im Monat schon ein Semester dran? - oder weniger Geldsorgen haben und dafür womöglich überfüllte Hörsäle in Kauf nehmen.
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(dpa/Franziska Fiedler/bön)
Ich will nicht böse sein aber ein Bachelor in "Management im Gesundheitstourismus" ist doch eine Frechheit. Wer bitte brauch denn solche Höchstspezialisierungen ? Da tun mir die Studenten leid, die auf so eine Werbung hereinfallen. Aber das ist halt die Profilierungslogik der Institutionen. Ein normaler BWL-Bachelor mit zwei Praktika in dem Bereich plus ein bis zwei Vorlesungen in die Richtung tut es doch auch, und hört sich nicht so nach Fachdepp an.
Zitat:
"Was das Gesamturteil der Studierenden angeht, so kann man sehen, dass fast alle Privathochschulen in der Spitzengruppe vertreten sind".
Na selbstverständlich sind die Urteile der Studenten super - wie sagt man im anglo-amerikanischen Bereich frei übersetzt doch nochmal: "Als ob man den Truthahn darüber abstimmen lassen würde, ob Weihnachten etwas gutes oder schlechtes ist".
Ich bin selber im akademischen Bereich tätig und würde von den 87 privaten Hochschulen so etwa 70-80 unterstellen, dass sie pseudo-akademische Titel verscherbeln. Ich kenne nicht natürlich nicht alle, aber doch so einige dieser "Hochschulen" und bin teilweise geschockt über das Niveau der Studenten. Es kommt mir sehr oft so vor, als ob das alte Vorurteil doch war ist: Setz dich auf deinen Hintern und mach einen "echten" akademischen Abschluss - oder lass dir von Papa einen Spaß-Titel kaufen nach dem Motte je höher die Gebühren, desto sicherer garantieren wir, dass auch der letzte Leistungsverweigerer bei uns seinen (guten) Abschluss schafft.
Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, einige (wenige) Privatunis sind im Bereich der Lehre exzellent und stellen auch durchweg Ansprüche wie "echte" Universitäten. Schade für deren Abgänger, die nicht nur viel Geld zahlen, sondern sich genauso anstrengen mussten wie Absolventen "echter" Unis, dass die meisten Arbeitgeber und Personaler Privatunis als dass sehen, was die überwiegende Mehrheit (aber eben nicht alle!) auch sind: Anstalten, die gegen Bares Titel und Abschlüsse vergeben, die das Papier auf dem sie gedruckt sind nicht wert sind!
Ich kenne das Baltic College Güstrow nicht, wünsche aber seinen Absolventen viel Glück auf dem Arbeitsmarkt. Den Herrn im Artikel rettet vielleicht die hohe Spezifikation seines Kurses - aber generell würde ich mich derzeit in den allermeisten Branchen lieber sogar mit dem Bachelor einer etablierten Universität oder auch Fachhochschule bewerben als mit einem Diplom oder Master von 90 Prozent der deutschen Privatunis.
über diesen Artikel.
Zitat:
Ziehen Privatunis Studenten das Geld aus der Tasche - oder zahlt sich die Investition in hohe Gebühren aus? Studenten müssen entscheiden, wie viel ihnen persönliche Betreuung wert ist.
Ist dies wirklich einen Artikel wert? Nichtakademische "Studenten" die auf 2tem Bildungsweg einen Bachelor oder später einen Master erreichen wollen, müssen IMMER mindestens 12.000 Euro in die Hand nehmen (Einzige Ausnahme Wings Wismar Online-Studium). Beim 2ten Bildungsweg musst Du immer Geld in die Hand nehmen.
Berichterstattung über die Umsetzung von Bologna, Annäherungsversuchen von 2tem Bildungsweg und Studium etc. wären Themen die wesentlich mehr her geben würden (und vor allem aus meiner Sicht heraus sinnvoller wären).