Hilfe bei der Hochschule

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Wer sich jedoch nicht traut, explizit auf einen Vertrag zu pochen, kann auch nach einem allgemeinen Praktikumsplan fragen. "Viele Unternehmen, besonders die größeren, haben einen Ablaufplan für die Ausbildung ihrer Azubis", erläutert der Experte. Dieser könne meist auch grob auf Studenten übertragen werden.

Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Praktikanten nur zum Kaffeekochen abkommandiert werden oder ständige Überstunden und die Arbeit wie eine vollbezahlte Kraft die Regel sind. "Praktikanten haben Rechte - eine ganze Menge sogar", sagt König von der Initiative Fairwork. "Meist haben sie einen gesetzlichen Urlaubsanspruch sowie ein Recht auf Pause und geregelte Arbeitszeiten." Auch eine angemessene Vergütung gehöre laut Bundesgesetzbuch dazu. Wie hoch die allerdings sein sollte, unterscheidet sich von Fall zu Fall.

Im Zweifel besser abbrechen

Wer merkt, dass er vor allem ausgenutzt wird, sollte sich weitere Schritte gut überlegen. Bei einem Pflichtpraktikum im Studium könnten Betroffene sich an die Hochschule wenden und Hilfe holen, sagt König. Schließlich hätten Hochschulen meist ein Interesse daran, dass Pflichtpraktika auch einen inhaltlichen Lerneffekt haben.

Läuft jedoch ein Praktikum schief, könne das nach etwa drei bis vier Wochen beim Betreuer oder Vorgesetzten angesprochen werden, rät König. "Zuerst sollten sich die Praktikanten ein Bild machen und wissen, was sie wirklich stört." Nach dem Gespräch sollte der Betrieb noch eine Chance auf Besserung bekommen. "Ändert sich jedoch auch in den nächsten rund zwei Wochen nichts, würde ich es sausen lassen", sagt König. "Denn besser ein abgebrochenes Praktikum als dauerhaft eine Position, in der man nur ausgenutzt wird."

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(dpa/Aliki Nassoufis/bön)