Ein Ausfall bringt gleich das ganze Team ins Stolpern
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Für die dritte Gruppe ist Anne Walther typisch. "Wir nennen das prekäre Arbeitsverhältnisse", sagt Eberhard Pech von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. "Zu wenig Lohn, keine soziale Absicherung, keine Arbeitnehmerrechte." In Deutschland müssen etwa 15 Prozent aller Beschäftigten unter solch schlechten Bedingungen arbeiten.
Weil Anne Walther keinen festen Vertrag hat, hatte sie Schwierigkeiten, bei ihrer Bank ein Girokonto zu bekommen. Ihr Antrag für eine Kreditkarte wurde abgelehnt, da sie kein Einkommen garantieren könne. Auch bei der Wohnungssuche hatte sie deshalb Probleme. "Diese Unsicherheit im Beruf ist der Grund für so viele Hindernisse. Ich bin permanent damit beschäftigt, mir über irgend etwas Sorgen zu machen."
"Normale" Arbeitsverträge haben auch ihre festangestellten Kollegen nicht: Eine Wochenarbeitszeit ist bei niemandem festgelegt, alle Angestellten arbeiten den "unternehmerischen Erfordernissen gemäß", wie es in den Kontrakten heißt. In der Praxis bedeutet das: jeden Tag Überstunden. Zahlreiche Aufgaben werden nur noch projektgebunden vergeben, so dass der Ausfall eines Kollegen gleich das ganze Team ins Stolpern bringt.
So gerät Anne Walther in einen dauernden Kreislauf aus Krankheit und Angst: Ihre Rückenschmerzen stressen sie aus Furcht vor den Folgen so sehr, dass sie unter Schlafstörungen leidet, tagsüber unkonzentriert ist und sie sich schließlich noch mehr Sorgen um ihre Arbeit macht, weil sie nicht voll leistungsfähig ist. Dazu kommt das unangenehme Gefühl, die Firma und ihre Kollegen im Stich zu lassen. "Ich weiß doch, dass die anderen es ausbaden müssen, wenn ich nicht komme oder unaufmerksam bin."
Ein Neuanfang in einem anderen Unternehmen kommt für sie auch nicht in Frage. "Werde ich in der Probezeit krank, würde ich mich wieder nicht trauen, daheimzubleiben."
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- Die Kunst der Selbstausbeutung "Arbeitslose auf Bewährung" 16.10.2007
- Burnout Stillstand im Hamsterrad 20.12.2006
(sueddeutsche.de/mri)
Die Zahl der Krankenstände in den letzten Jahren sinkt signifikant. Die ArbeitnehmerInnen sind aber nicht als gesund zu werten, denn sie gehen im vielen Fällen trotz Erkrankung arbeiten. Krank am Arbeitsplatz, sprich der Präsentismus kostet die deutsche Wirtschaft jährlich 120 Milliarden Euro. Präsentismus führt bei andauernder Belastung in letztlich zum endgültigen Zusammenbruch, dem Burnout. Hier setzt die Arbeit der Business Doctors an. Denn Vorbeugung ist in Unternehmen eine essentielle Notwendigkeit um die möglichen personalen sowie finanziellen Verluste bereits im Vorfeld einzudämmen. Beispielsweise kostet Burnout die Schweiz 4,8 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr. Die irreparablen Burnoutfälle haben sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt.
Rechtzeitige zielgerichtete Maßnahmen und maßgeschneiderte Präventionspackages können dem gegensteuern. Sie ersparen der Wirtschaft und dem Gesundheitswesen das mehr als nötige Geld.
Um die Effizienz durch geeignete berufsspezifische Maßnahmen sowie durch innerbetrieblich einsetzbare Präventionspackages, bei minimalsten Kosten, zu erhöhen, führten die Business Doctors in 10 Berufsgruppen, eine Burnoutstudie durch.Infos,Zahlen Daten und Fakten unter: www.business-doctors.at
Danke für diesen Beitrag. Hier sieht man mal wieder, wie wichtig Gewerkschaften in diesem Land sind.
Schöne Grüße!
Frau Bönisch sollte, bevor sie so einen Artikel schreibt, zuerst mal die Unterschiede verschiedener Beschäftigungsverhältnisse recherchieren (freiberufliche, festangestellte etc.)
Bei einem freien Mitarbeiter z.B. ist es doch völlig klar, dass es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt und dass er für seine soziale Absicherung selbst sorgen muss.
Die Dame soll sich doch mal mit "Birne" in Verbindung setzen und fragen, wie er das wohl mit dem "Freizeitparadies Deutschland" so gemeint hat.
Und sie sollte sich dringendst einen neuen, regulären Job als Festangestellte suchen, auch wenn sie da evtl. weniger verdient. Dann stimmt auch die Absicherung im Krankheitsfall.
Als Selbstständige / Freischaffende ist sie damit ja ganz offensichtlich überfordert.
Da wird einem von der Politik und der Wirtschaft immer wieder vorgehalten, dass die Deutschen also WIR zu faul sind. Zuviele Urlaubstage frei haben, zuviele Feiertage und vor ein paar Jahren waren wir auch zu oft krank.
Das einem/einer bei Krankheit ein Rauswurf angedroht wird zeigt von der Unmenschlichkeit die in "manchen" Unternehmen herscht. Früher war man krank und blieb zu hause. Nun setzt man seine Gesundheit des Jobs wegen aufs spiel.
Früher wurden auch ältere und Arbeitnehmer mit Familie als letztes entlassen. Jetzt sind die die ersten, weil sie nicht mehr so flexibel sind.
Schade, dass in diesem harten Globalisierungsgeschäft die sozialen und menschlichen Umstände immer mehr an Gewicht verlieren
Paging