Der Deutsche Philologenverband rechnet damit, dass bereits im Herbst 20.000 Lehrer an den Schulen fehlen werden - Tendenz steigend.

Die Lehrervereinigung Deutscher Philologenverband rechnet damit, dass im neuen Schuljahr 20.000 Pädagogen an den Schulen fehlen werden. Da viele Kollegien überaltert sind und es zu wenig junge Nachwuchskräfte gibt, werde sich der Lehrermangel in den nächsten Jahren noch verstärken, sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger der Bild-Zeitung.

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Mangel an Lehrkräften: Bis 2013 könnte der Anteil an fehlenden Pädagogen auf bis zu 80 Prozent steigen. (© Foto: dpa)

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Bis 2013 könnten demnach bis zu 40.000 Lehrer fehlen. Die Lösung laut Meidenbach: Es müsste nicht nur das Image des Lehrerberufs in der Öffentlichkeit verbessert, sondern auch höheres Gehalt und bessere Karrierechancen geboten werden.

In den nächsten fünf Jahren werden den Angaben zufolge rund 150.000 der 800.000 Lehrkräfte in den Ruhestand gehen, aber gleichzeitig zu wenig junge Lehrer nachrücken. "Der Lehrermangel ist das Hauptproblem der Bildungsmisere", wird Meidinger zitiert. "Wir müssen Lehrern daher mehr Gehalt und bessere Karrierechancen bieten.

Derzeit würden vor allem Lehrkräfte für die Fächer Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften gesucht. Ihr Anteil an den fehlenden Pädagogen betrage rund 50 Prozent und könnte bis 2013 auf bis zu 80 Prozent steigen. "Viele Lehramtsreferendare wechseln direkt aus dem Referendariat in die Wirtschaft, weil sie dort besser verdienen", sagte der Verbandsvorsitzende dem Blatt.

Um zumindest einen Teil der freien Stellen zu besetzen, griffen viele Schulen offenbar auch auf fachfremde Arbeitnehmer zurück. Auch Förster, Dolmetscher und Studenten halten Unterricht an Schulen ab, sagte Meidinger.

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(AP/cag)