"SGDUH, cooler Job, den nehm ich ;-)" - wer eine Online-Bewerbung so anfängt, kann es gleich bleiben lassen. Abkürzungen will kein Personaler lesen. Auch andere Fehler sollten Bewerber vermeiden.
Online-Bewerbungen machen vieles einfacher. Im Handumdrehen können Bewerber auf eine Anzeige reagieren und ihre Unterlagen einreichen. Außerdem fällt das lästige Kopieren von Zeugnissen und Lebenslauf weg. Und man muss keine Angst haben, dass die Mappe verknickt beim Personaler ankommt. Doch auch beim Bewerben per Mausklick gibt es etliche Fettnäpfchen. Folgende fatale Fehler sollten Bewerber vermeiden:
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Smileys und Schreibfehler
"Ein Smiley hat in einer Bewerbung nichts zu suchen", sagt die Etikette-Trainerin Imme Vogelsang aus Hamburg. Ebenso seien Chat-Ausdrücke tabu - etwa "*g*" für grinsen. Und auch wenn es manche mit der sprachlichen Form in privaten E-Mails nicht so genau nehmen - Rechtschreibfehler in Online-Bewerbungen sind ein K.O.-Kriterium. "Dadurch disqualifiziert man sich schnell", warnt der Bewerbungsberater Gerhard Winkler aus Berlin. Bewerber dürften in einer E-Mail also nicht einfach alles klein schreiben.
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Moderne Verwaltung
als Personaler in der Kreativbranche kann ich alles unterschreiben, bis auf " Mit freundlichen Gruessen". Ich persoenlich habe mich immer gefreut, ueber eine persoenliche Note wie " verschneite Gruesse". Die freundlichen Gruesse sind mir zu unpersoenlich. Aber die Kreativbranche tickt auch etwas anders...
Ich glaube, hier hat der Autor des Beitrages den Unterschied zwischen "online" und
"e-mail" nicht verstanden (und etliche Kommentatoren auch). Bei einer Online-Bewerbung gibt der Bewerber auf der Plattform ( z.B. Stellenbörse des AG) seine Daten ein! Form und Umfang (Was für einen Sinn macht es, wenn min. 5 J. BE gefordert werden, da noch unter Schulbesuch auch die Grundschule abzufragen? ) legt der Stellenanbieter fest! Wer schon ein paar Bewerbungen auf die Art auf den Weg gebracht hat, weis wie "hirnlos" etliche Firmen ihre Online-Stellenbörse gestaltet haben!
Die Bewerbung per E-mail ist auch mit Tücken versehen!
Eigentliche sollte sie nur die elektronische Form des Postweges sein!
Also kein aufwendiges Anschreiben in der E-mail, sondern dies erfolgt als angehängte Datei plus Unterlagen (Zeugnisse und Bescheinigungen). Man erstellt die Unterlagen im PDF-Format am besten. Beim PDF-Format lassen sich die in Word-Format in der Datei hinterlegten Anschreibenversionen nicht mehr mit einen Editor auslesen (z.B. Addressen im Anschreibenkopf). Die Unterlagen wie Zeugnise etc. werden eingescannt in eien PDF-Datei. Dabei ist wieder zu beachten, dass die max. Dateigröße vom Stellenausschreiber wieder vorgegeben sein kann! Witzig ist dann immer die Forderung nach vollständigen Bewerbungsunterlagen, bei gleichzeitiger max. Dateigröße von 3 MB!
Allgemein kann man zu den Ratschlägen im Artikel nur sagen, dass sie als nicht besonders gelungen im Bezug auf Bewerbungen auf elektronischen Weg anzusehen sind!
Klar sind die Auswüchse der Proll-Bewerbungen nicht gutzuheißen, doch in den Ratschlägen der Personaler steckt doch ein ganz stockkonservativer Geist. Hier wird die Form über den Inhalt gestellt. Schon die Erwähnung von "Etikette-Trainern" zeigt das auf.
Ich sage nur, schaut doch mehr auf die Menschen und die Inhalte die sie einbringen.
Eine äußere Form, die für gewisse Jobs notwendig ist lässt sich lernen, Charakter nicht. Ein geschleckter Blender ist und bleibt eine menschliche Nullnummer, auch wenn er dadurch auch noch Karriere macht, und letztendlich dem Unternehmen nachhaltigen Schaden zufügt..
Wer eine Etikette-Trainerin zur Verfuegung hat, also relativ viel in seine Bewerbung/Karriere investieren kann, der sollte eigentlich auch wissen, dass Smileys nicht OK sind...
Ich gehe mal davon aus, dass KulturOptimist sich die Beispiele nicht ausdenkt und es ist schon interessant/erschreckend zu sehen, wie viele Jugendliche/junge Erwachsene ALLES und IMMER locker sehen. Ist das wirklich das Fernsehen, die Bohlisierung des Umgangstons? Leider (?) sind die Veraenderungen in der realen Arbeitswelt weitaus langsamer und weniger tiefgreifend als man von den Medien vorgemacht bekommt und 'im Buero' muss es dann auch mal ein weisses Hemd sein...
@dachauerthomas:
solche Schnitzer haben nichts mit Kreativität im Gegensatz zu Duckmäuserei zu tun. Mit der Form der Bewerbung (übrigens, da steckt nicht umsonst das Wort "Werbung" drin) signalisiert der Bewerber wieviel Mühe er zu investieren bereit ist um den Job zu bekommen, also wie wichtig ihm das Jobangebot ist. Und ich halte es für relativ selbstverständlich, dass kein Personaler jemanden einladen will, der sich anscheinend zwischen dem letzten WOW-Battle und der Tiefkühlpizza nebenbei beworben hat.
Wenn dem Bewerber der Job nichtmal Wert ist für 30min das Hirn für das Verfassen einer grammatisch und orthographisch korrekten Bewerbung einzuschalten, wie soll das dann erst im Job aussehen?
Eine Bewerbung ist der berühmte erste Eindruck und da würde ich davon ausgehen, dass der andere versucht sich so zu präsentieren, wie er sich nacher auch im Job selbst zu geben versuchen wird.
Mal abgesehen davon, dass man als jemand der Bewerbungsgespräche durchführen muss sicher inerhalb kürzester Zeit schwer am Rad drehen würde, wenn man sich auch noch für die cu, *g*, *lol*, "pwned"- Schreiber Zeit nehmen würde.
@KulturOptimist:
Vielen Dank für die erheiternden Anekdoten!
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