Riskante Täuschung
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Mitarbeiter, die offen mit ihren Sorgen umgehen, haben die Chance, bei Vorgesetzten und Kollegen Verständnis zu finden. Wer dagegen versucht, ein Problem durch Täuschen zu verstecken, riskiert immer, damit aufzufliegen und dann massiv an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
"Wenn man nichts sagt, kann es auch sein, dass Kollegen die schlechte Stimmung auf sich beziehen", sagt Thordis Bethlehem. "Wenn der Chef und die Kollegen Bescheid wissen, können sie einem unter Umständen sogar helfen." In vielen Fällen ist es auch aus ganz praktischen Gründen naheliegend, private Probleme anzusprechen: "Wenn der Partner krank ist und täglich Pflege braucht, muss man Bescheid sagen", sagt Öttl. Schon damit man eventuell früher gehen oder später kommen kann, ohne dass sich die Kollegen fragen, was dahintersteckt.
Etwas anders sieht es bei Beziehungsstress aus: "Man sollte überlegen: 'Will ich, dass andere das wissen?'. Und dann muss man gezielt auswählen, wem man es sagt." Generell sei es besser, das nicht an die große Glocke zu hängen und seinen Frust gegenüber Kollegen abzulassen. "Das kann Kollegen nerven und beim Chef einen schlechten Eindruck machen", warnt Christine Öttl.
Um Rücksicht bitten
Eine gute Alternative sei zum Beispiel, nur kurz darauf hinzuweisen, dass man Schwierigkeiten hat und deswegen eventuell nicht so gut drauf ist wie sonst. Problematischer ist es, Schulden verheimlichen zu wollen. "Wenn ein Teil des Gehalts gepfändet wird, erfährt der Arbeitgeber das sowieso", warnt Öttl.
"Dann ist es besser, vorher mit dem Chef zu sprechen, zu erklären, wie es dazu kam und was man tun will, damit es nicht so weitergeht." Drei Dinge sollten aber unbedingt vermieden werden, empfiehlt Karin von Schumann: "Man sollte von Problemen sachlich erzählen und anderen nichts vorjammern."
Zweitens geht es gar nicht, private Probleme zu nutzen, um damit berufliche Anliegen zu begründen: "Zu sagen: Chef, ich brauche mehr Geld, weil mein Sohn jetzt studiert oder weil meine Frau mehr Unterhalt verlangt, ist nicht in Ordnung." Und drittens kann man zwar um Rücksicht bitten, aber man sollte vom Chef oder von Kollegen keine Hilfe bei privaten Problemen erwarten: "In solchen Fällen sollte ich lieber bei meinen Freunden nachfragen. Dafür sind sie ja da."
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(dpa/Andreas Heimann/bön)
....... "keine Sorge", ich bin seit 1973 im öffentlichen Dienst beschäftigt, davon bin ich über 31 Jahre in diesem Institut tätig und habe keine sechs Jahre mehr bis zur Rente! Ich traue mir auch soviel Diplomatie und Menschenkenntnis zu, dass ich ganz genau weiß, was ich sagen kann und darf. In meinem Fall habe ich genau richtig gehandelt.
Ich bin bestimmt dagegen, am Arbeitsplatz das ganze Privatleben breitzutreten, das kann in der Tat gefährlich sein, da insbesondere Kollegen dies entsprechend gegen einen verwenden können, die einem nicht gerade wohlgesonnen sind, auch wenn sie einem freundlich und höflich begegnen!
Da ich auch Heilpraktikerin für Psychotherapie bin, ohne zu praktizieren, auch sehr viele Aus- und Fortbildungen hinter mir liegen, können Sie davon ausgehen, dass ich auch mein Psycho-Wissen entsprechend einsetzen kann!
Einen guten Tag!
Mir sind offene Mitarbeiter lieber, weil ich dann weiß, was auf mich zukommt. Dann kann man gemeinsam schauen wie man das händelt und wo es machbar ist auch Rücksicht nehmen
Wer kann schon psychische Belastungen verstehen? Das kann selbst das private Umfeld nicht, wie soll es dann der Arbeitgeber? Ein Arbeitgeber will, dass die Arbeit läuft, und dass der Mitarbeiter dafür sorgt, dass er seine ihm übertragenen Aufgaben auch erfüllen kann.
Ich selbst habe mich sehr, sehr viel mit psychischen Krankheiten usw. befasst, habe auch noch im fortgeschrittenen Alter den Heilpraktiker in Psychotherapie gemacht, wobei ich nicht praktiziere, und es gibt schon Erkrankungen, mit denen man sehr wohl leben, die man auch zum Stagnieren bringen oder gar heilen kann. Ich kann mich natürlich auch fallenlassen!
Es gibt allerdings auch gravierende Erkrankungen, wie z.B. eine schwere Depression oder eine Schizophrenie, bei denen eine Heilung fraglich ist, und diese armen Menschen können in der Tat keinen wirklichen Beitrag dazu leisten, jemals wieder Lebensqualität entwickeln zu können, geschweige denn können sie arbeiten gehen. Diese Erkrankungen, wie auch viele andere sind wirklich lebenseinschränkend.
Aber ..... es gibt schon auch depressive Verstimmungen oder Trauerreaktionen usw., die mit entsprechendem Willen so zur Gesundung kommen können, dass ich das Leben wieder entsprechend in den Griff bekomme!
ich nur hoffen, dass sich Ihre weisungsberechtigten Mitangestellten auch so viele Gedanken ihretwegen machen.
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ich wollte ihm den Kopf freihalten und dachte, es stünde mir nicht zu, ihn mit meinen Problemen zu behelligen
Denn das klingt so als würden Sie sich sicher sein, sobald Sie nicht mehr richtig funktionieren bekommen Sie das auch mit Sanktionen zu spüren.
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Wichtig bei allem ist sicher, dass ich meine Arbeit gut und termingerecht machte/mache, so dass sie mich auch niemals kontrollieren oder überwachen musste
Meine Erfahrungen der letzten zehn Berufsjahre geben Anlass zu höchstem Misstrauen. Jede Schwäche, und dazu gehört besonders auch das Privatleben, die sie vertrauens- oder verständniss hoffend preisgeben, wird irgendwann gegen sie benutzt.
Das könnte natürlich auch anders sein...
"Private Sorgen sind kein Grund, nicht zur Arbeit zu gehen. "
Das erinnert mich sehr an das typische "reiß dich doch mal zusammen", das psychisch angeschlagene Menschen oft zu hören bekommen.
Paging