Zu wenig Akademiker, kaum Geld für Schulen und Universitäten - die OECD tadelt das Bildungssystem. Deutschland muss offenbar fürchten, den Anschluss zu verlieren.
Deutschland gibt im Vergleich der OECD-Länder nach wie vor zu wenig Geld für Bildung aus. Das berichtet die Thüringer Allgemeine unter Berufung auf die Studie "Bildung auf einen Blick" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die heute in Berlin vorgestellt wird. Demnach wenden nur die Türkei, die Slowakei, Spanien und Irland noch weniger für Bildung auf.
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Deutschland investiert nur 4,8 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes in die Ausbildung des Nachwuchses. (© Foto: dpa)
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Während die Spitzenreiter USA, Südkorea und Dänemark einen Anteil von mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandproduktes in die Ausbildung investieren, habe Deutschland 2006 lediglich einen Anteil von 4,8 Prozent
Auch bei der Zahl der Hochschulabsolventen liegt Deutschland im Vergleich mit anderen Industrieländern zurück. Die OECD drängte die Bundesrepublik am Dienstag bei der Vorlage ihres Berichts zu einem größeren Engagement in diesem Bereich.
In Deutschland stieg dem Bericht zufolge die Zahl derjenigen eines Jahrgangs, die ein Hoch- oder Fachhochschulstudium abschließen, von 14 Prozent im Jahr 1995 auf 23 Prozent im Jahr 2007. In den OECD-Ländern, für die entsprechende Zahlen vorliegen, stieg die Absolventenquote dagegen von 18 auf 36 Prozent.
Weniger Studienanfänger
Der Zahl der Studienanfänger lag in Deutschland im Jahr 2007 bei 34 Prozent. Nach der Türkei, Belgien und Mexiko ist das der geringste Wert innerhalb der OECD. Im Jahr 2008 stieg die Quote allerdings auf 36 Prozent.
Diese Tendenz sei umso bedenklicher, da durch die Wirtschaftskrise die Aussicht auf neue Jobs sinke und lediglich der Bedarf der Wirtschaft an Hochqualifizierten steige. "Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren", sagte OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger.
Auch in der Weiterbildung hinkt Deutschland laut OECD hinterher. Während in Australien, Finnland oder Schweden 13 Prozent und mehr der 30- bis 39-Jährigen für ein Vollzeit- oder Teilzeitstudium eingeschrieben sind, sind es in Deutschland nur 2,5 Prozent. Nach der Türkei und Korea ist das der geringste Wert innerhalb der OECD.
Eine höhere Bildung zahlt sich dem Bericht zufolge auch im Verdienst deutlich aus. Männer, die nach Schulabschluss direkt ein Studium aufnehmen, können in Deutschland in ihrer Erwerbszeit im Vergleich zu einer beruflichen Ausbildung mit einem Einkommensplus von durchschnittlich 150.000 Euro brutto nach heutigem Wert rechnen. Für Frauen liegt der Wert aufgrund niedrigerer Löhne und einer höheren Teilzeitquote bei 95.000 Euro.
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(AP/AFP/dpa/bön)
67. Jahrestag der Bombardierung
"Widerlegungen bitte mit Quellenangabe "
Griechenland. Mein Kommentar ist spät, aber schauen Sie auf die Quote der Griechen im ÖD, das Staatsdefizit und den Durchschnittslohn.
"Wieso werden sozial schwächere "bewußt und planmäßig" schon allein dadurch aussortiert, daß bereits in der Grundschule Arbeitshefte, Bücher, Klassenfahrten usw. bezahlt werden müssen?"
Das die Eltern keinen Nachhilfeunterricht bezahlen können, dass es in der Wohnung keinen ruhigen Arbeitsplatz gibt, dass diese Kinder regelmäßig Spießruten bei den anderen Kindern des Kiez´ laufen dürfen, dass sie aus den Jugendgruppen des Kiez´ ausgegrenzt werden, dass es nach wie vor Eltern gibt, die ihren Kindern sagen: "Spielt nicht mit diesen Schmuddelkindern", dass sie viele Aufgaben im Haushalt übernehmen müssen, dass sie nie Reitunterricht, Tennisunterricht, Klavierunterricht nehmen können, dass sie im Klassenverbund immer nur mitleidig betrachtet werden (wenn sie Glück haben), weil sie nicht die richtigen Klamotten tragen, dass sie immer und überall die Parias sind. Nur, weil sie etwas mehr im Kopf haben. Und dann noch das bigotte und ideologisch vermuffte Elternhaus, deren Regeln man ständig übertreten muss, wenn man in dieser Gesellschaft leben will. Dafür wird dann gestraft wie von Abraham. Und wie. Das ist nicht nur Haue, das ist brutales Verprügeln.
Ihnen, H. Gunnarson, fallen sicherlich noch einige andere Hemmnisse ein, die alle andere sind als die oft zitierten gleiche Chancen.
Lehrer brauchen übrigens nicht zu prügeln, wenn sie ein Kind fertigmachen wollen. Und sie suchen sich dafür immer die Schwächsten aus. Nicht die, von denen sie wissen, dass sonst morgen die Mutter mit dem Rechtsanwalt bei Rektor ist.
Paria und Prügelknabe für 8 Jahre. Das ist oft das deutsche Bildungssystem für Kinder aus Migrantenfamilien.Und dann reicht es nicht für die Uni - weil die 200 km weit weg ist und der Numerus Clausus gilt. Dann arbeitet man doch lieber beim Bäcker in der Nachbarschaft und fährt als Lehrling Brötchen aus. Für die, die einen in der Schule schon anspuckten.
aber der Artikel benutzt staendig das Wort 'Anzahl' oder Zahl' in Verbindung mit Prozentangaben.
"Der Zahl der Studienanfänger lag in Deutschland im Jahr 2007 bei 34 Prozent."
Das ist falsch, denn Prozente geben einen Anteil, aber keine abolute Anzahl wieder...
...aber dann wird sich nie was ändern (weil hier wieder zensuriert wird, also stichhaltige Meinungen, die nicht der Meinungen der Reaktion (äh, versprochen) entsprechen, unterdrückt werden).
Wenn der Großteil der Eltern aus bildungsfernen Schichten stammt und viele Lehrer nach wie vor ihre ewigen Wahrheiten über die Unterklasse an den Kindern aus dieser Gruppen auslassen, wird der Anteil der Schüler aus diesen Gruppen, die den formellen Bildungsgrad eines Akademikers erreichen, verschwindend klein bleiben. Also weiter gegen Null gehen.
Im Kaiserreich waren es 4 % der Abiturienten, die als Beruf des Vaters "Arbeiter" angaben. Es ist zu hoffen, dass von den über 50 % Anteil an Neugeborenen aus Migrantenfamilien deren Anteil an der Abiturklasse etwas höher ist. Aber ich befürchte, er liegt noch darunter.
Man kann sich natürlich dieser Wahrheit verweigern und diese Meinung virtuell shreddern. Dann wird sich aber nie etwas ändern. Schreibt einer, der es als Skandal schon seit 1982 empfindet, wie mit den Kindern von Einwanderern in diesem Lande in dem Bildungssystem umgegangen wird.
Die Überschrift ist leider nur ein Teil der Wahrheit. Ein anderer ist, dass die Kultusministerien nach wie vor ohne Sinn und Verstand - letzteres besonders dramatisch - an den Schulen auf Kosten von Schülern und Eltern herum experimentieren! Und das schon seit Jahrzehnten. Die Ergebnisse sind dabei sehr zweifelhaft geblieben. Daran ändert das Wohlfeile Getöse der Wahl kämpfenden Protagonisten nichts. Besonders infam sind die immerwährenden Wiederholungen, dass die Migrations-Hintergründe an den mehr als mäßigen Pisa-Ergebnissen schuld seien. Besonder wütend macht es, wenn im Wahlkampf-schwadronierenden Figuren immer wieder Bildung angemahnt und gefordert wird, mit einer Halbwertzeit bis nach der Wahl. Die Länder wehren mit aller Kraft die meisten Initiativen aus Berlin ab, weil sie unter allen Umständen Macht ausüben wollen. Und diese verteidigen sie mit aller Eifersucht. Der Druck kann gar nicht hoch genug sein, um hier Änderungen zu erzwingen. Im Augenblick ist es so, dass zum Beispiel bei Erstklässlern mitunter systematisch deren Kindheit zerstört wird!
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