Frauen verdienen weniger? Nicht alle! Was passieren muss, damit das zur Regel wird.
15 Prozent! 20 Prozent! 30 Prozent! Alle paar Monate werden Statistiken veröffentlicht, die belegen: Frauen verdienen weniger als Männer. Was sagt das den weiblichen Beschäftigten? Die Welt ist ungerecht? Und die Arbeitgeber böse?
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Das Problem der Zahlenspielereien ist, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden. Natürlich verdienen Frauen im Durchschnitt weniger. Sie arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Berufen als Männer, sie haben häufiger Unterbrechungen im Berufsleben, sie arbeiten häufiger Teilzeit. Aber das heißt nicht, dass Frauen in der gleichen Tätigkeit weniger verdienen als Männer. Es gibt Frauen, die sogar mehr verdienen als ihre männlichen Kollegen. Womöglich leisten sie mehr, vielleicht haben sie aber auch nur besser verhandelt.
Die meisten Frauen jedoch verhandeln schlechter. Während die männlichen Kollegen auf Boni und Dienstwagen zielen, ist Frauen anderes wichtig. Flexible Arbeitszeiten etwa oder die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit. Gehaltsunterschiede sind damit wohl auch selbstverschuldet. Manche Frauen besuchen deswegen Gehalts-Coachings. Da lernen sie dann, mehr zu fordern und in der nächsten Verhandlung, nun ja: ihren Mann zu stehen.
Männer profitieren zudem noch von den unterschiedlichen Karriereverläufen. Frauen gehen Aufstiegsmöglichkeiten verloren, wenn sie für Kinder beruflich aussetzen. Auch ihr Gehalt können sie währenddessen wohl kaum steigern. Hier helfen bessere Möglichkeiten der Kinderbetreuung, damit Frauen dem Job nicht länger fern bleiben als sie es möchten. Aber hier helfen auch Väter, die einen Teil der familiären Auszeit mit übernehmen. So verteilen sich mögliche berufliche Nachteile durch die Familienpause auf beide. Alles andere wäre ja nun auch wirklich - ungerecht.
Was Frauen noch falsch machen: Sie wählen schlechter bezahlte Berufe. Jahr für Jahr stehen "Friseurin" und "Arzthelferin" auf der Top-Ten der beliebtesten Ausbildungen von Mädchen. Sie entscheiden sich damit bewusst für Berufe, in denen es nicht nur wenig Gehalt, sondern auch keine Aufstiegsmöglichkeiten gibt.
Die Studentinnen machen es nicht viel besser. Der Frauenanteil in ingenieurwissenschaftlichen und IT-Studiengängen, deren Absolventen auf dem Arbeitsmarkt mit die höchsten Einstiegsgehälter haben, ist viel zu niedrig. In Informatik machen die Studienanfängerinnen nur 17 Prozent aller Erstsemester aus. Stattdessen strömen Frauen in geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer.
Hier tut ein Bewusstseinswandel not. Noch immer beschränken überkommene Rollenverständnisse die Berufswahl und damit die späteren Verdienstmöglichkeiten junger Frauen. Es gibt viel zu viele Berufsberater, die Mädchen ungläubig anstarren, wenn diese einen IT-Beruf wählen möchten. Und selbst viele wohlmeinende Eltern trauen ihren Töchtern nicht zu, dass diese einmal IT-Systeme verbessern.
(sueddeutsche.de)
Ja, man kann es sich wirklich sehr einfach machen. Ihr Beispiel mit den Studien, die belegen, dass Mädchen fleißiger sind, ist so ein Beispiel. Ohne so polemisch sein zu wollen wie meine beiden Vorredner: Es fällt auch mir immer wieder auf, dass man Mädchen ob ihrer besseren schulischen Leistungen allenthalben lobt, und manche versteigen sich gar dazu, das weibliche Geschlecht als Ganzes höher zu bewerten (während sie gleichzeitig das männliche abwerten), weil inzwischen mehr Mädchen Abitur machen und umgekehrt immer mehr Jungen in der Schule versagen.
Auch wenn sich die Wahrnehmung hier allmählich ändert: Dass der unterschiedliche schulische Erfolg der Geschlechter nicht nur etwas mit fleißigeren Mädchen zu tun haben könnte, sondern auch mit der nachweisbaren und gezielten Vernachlässigung der Jungen, lässt man dabei gerne unter den Tisch fallen.
Umgekehrt wagt es niemand, im (noch) größeren beruflichen Erfolg von Männern das Ergebnis größeren Fleißes oder geheimnisvoller "soft skills" zu sehen und zu dem Schluss zu gelangen, dass Männer im Job meistens eben bessere Arbeit leisten. Statt dessen wird gerade hier auf die angebliche Diskriminierung von berufstätigen Frauen abgehoben.
Das ist zwar politisch korrekt, aber nichts desto trotz widersprüchlich, unlogisch und verlogen. Und wird daher hier zu Recht kritisiert.
scheinbar habe ich mich geirrt... mann kann es sich wohl doch so einfach machen.
Zur Schule: Es gibt genug Studien, die belegen, daß Mädchen durchschnittlich wesentlich fleissiger sind und weniger faulenzen als ihre männlichen Mitschüler. Das eigentlich interessante ist also, warum so viele Mädchen gut in der Schule abschneiden, aber nur so wenige sich für eine akademischen Laufbahn entscheiden
Wenn Frauen irgendwo besser abschneiden, dann weil sie in jeder Hinsicht besser Menschen sind...
Mit einer "Gleichstellungspolitik" (bzw. Diskriminierungspolitik) im Bildungswesen und in der Gesellschaft insgesamt, die 20 Jahre nur die Interessen von Mädchen beachtet hat und in der im Gegensatz dazu Jungen und spezifische Jungenförderung keinen verschwendeten Gedanken Wert waren, hat dies natürlich nichts zu tun...
Wenn aber Männer im Durchschnitt irgendwo besser Abschneiden (z.B. Gehalt), dann ist es natürlich Diskriminierung, da die Untermenschen nach feministischen-rassistischen Theorien ja nicht besser abschneiden dürften...
Und hat z.B. nichts damit zu tun, dass Männer auf Selbstverwirklichung verzichten müssen, weil sie in eine gesellschaftliche Rolle gepresst werden, die ihren menschlicher Wert auf das Ranschaffen von Geld reduziert und Männer weniger darauf achten (können), welcher Beruf ihnen eigentlich Freude machen würde.
(Zumindest kann man doch nicht den einen Sachverhalt so und den anderen Sachverhalt so ganz anders bewerten, wenn man tatsächlich von der Gleichheit aller Menschen ausginge - um die es dem Feminismus ja offenkundig längst nicht mehr geht)
Vielleicht gibt es ja auch Studien, die "belegen", dass Männer im Beruf "fleissiger" sind und "weniger faulenzen" ??? ;)
für den Hinweis auf die Studien.
Ich bin jedes Mal froh über diese Studien; zeigen die mir doch was los ist in der Welt.
Jedenfalls in der Fantasiewelt der feministischen Pressure-Groups.
Ja, die Studien beweisen alles was das Femi-Herz begehrt.
Sie beweisen, dass Frauen gut (in allen Varianten: ehrlich, fleißig, intelligent, sanft, kooperativ, kommunikativ) sind und Männer schlecht (in allen Variaten: verlogen, faul, dumm, gewalttätig, egoistisch, introvertiert).
Sie beweisen, dass Frauen alltäglich millionenfach ermordet und vergewaltigt werden (zum Glück hat der Bundestag dieses Problem erkannt und uns das Gewaltschutzgesetz geschenkt) und nach ihrer Ermordung für gleiche Arbeit viel weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kolleginnen.
Die Studien beweisen auch, dass Mädchen in der Schule und Frauen an der Uni viel bessere Zensuren bekommen als die Jungen/Männer.
Weltweit, auch in den USA. Dort gibt es von dieser Regel nur eine kleine Ausnahme:
Bei standardisierten Tests (aber auch nur da) schneiden die Männer an die Uni regelmäßig besser ab als die Frauen.
Aber auch mit diesem Problem werden wir Schwestern bald fertig. Einfach die standardisierten Test verbieten (irgendeine Begründung mit Menschenwürde wird uns schon noch einfallen, und wenn nicht uns dann Ministerin Zypries).
Und wenn alle Stränge reißen, begründen wir eben unsere Forderungen mit einem intergenerationellen Lastenausgleich. Das ist nur angemessen, oder zweifelt noch jemand daran, dass das Patriarchat den Frauen 13 Mrd. Jahre verboten hat, einen Personalausweis zu besitzen?
Zur Rente: Sprachlos... Was ist denn das für ein Argument? Zum einen richtig sich das Rentenalter doch nicht nach vorraussichtlichen Sterbealter, zum anderen leisten Frauen einen ganz anderen Beitrag mit ihrer 9 monatigen Schwangerschaft - teilweise sogar mehrmals.
Zur Schule: Es gibt genug Studien, die belegen, daß Mädchen durchschnittlich wesentlich fleissiger sind und weniger faulenzen als ihre männlichen Mitschüler. Das eigentlich interessante ist also, warum so viele Mädchen gut in der Schule abschneiden, aber nur so wenige sich für eine akademischen Laufbahn entscheiden.
Ganz so einfach können wir es uns dann doch nicht machen, meine Herren.
Paging