Nach antifeministischem Manifest Google-Entwickler will gegen Entlassung klagen

Google hat seinen Hauptsitz in Irvine in Kalifornien - dort können Arbeitgeber Angestellte auch ohne Grund entlassen.

(Foto: REUTERS)

Er war wegen eines Schreibens gefeuert worden, in dem er Frauen die biologische Befähigung für technische Berufe abspricht.

Der Google-Mitarbeiter in den USA, der wegen eines antifeministischen Manifests seine Stelle verloren hat, will offenbar gegen seine Entlassung klagen. Das berichtet das amerikanische Magazin Wired. Demzufolge sagte der Entwickler dem Magazin, er sei entlassen worden, weil er "Geschlechterstereotypen perpetuiert" habe.

In Kalifornien, wo sich der Hauptsitz von Google befindet, gilt im Arbeitsrecht das sogenannte "At-will employment": Arbeitnehmer können Angestellte ohne Grund, ohne Vorwarnung und objektive Bewertung der Sache entlassen. Der Mann will nach Angaben von Wired jedoch Einspruch einlegen, weil ein Gesetz es verbiete, Angestellte zu bestrafen, die sich über illegale Arbeitsbedingungen beschweren.

In seinem ursprünglich als internes Memo konzipierten Manifest hatte der Entwickler behauptet, Frauen seien aus biologischen Gründen für Technikberufe weniger geeignet als Männer. Das Dokument hatte sich rasch erst im Google-Konzern und dann per Internet in der ganzen Welt verbreitet.

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Das antifeministische Manifest des Google-Mitarbeiters ist rückständig und dumm. Zustimmung bekommt er nur deshalb, weil er die Ängste vieler weißer Männer vor den Veränderungen im Arbeitsumfeld ausspricht. Kommentar von Nina Bovensiepen mehr...