Arbeitgeber müssen ihre Angestellten vor intensivem Mobbing schützen. Sonst steht ihnen Schmerzensgeld zu, entschied das Bundesarbeitsgericht.
Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter vor intensivem Mobbing schützen, sonst können Arbeitnehmer Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt am Donnerstag. Konkret sprach es einem Arzt in einem Krankenhaus in Westfalen ein Schmerzensgeld zu (Az: 8 AZR 593/06).
Arzt siegt vor Gericht: Arbeitgeber müssen ihre Angestellten vor Mobbing schützen. (© Foto: ddp)
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Der Arzt ist Oberarzt der neurochirurgischen Abteilung, die er ab Anfang 2001 auch für gut ein Jahr kommissarisch leitete. Seine Bewerbung um die Chefarztstelle blieb allerdings ohne Erfolg. Stattdessen berief das Krankenhaus einen Mediziner von außerhalb.
Nach Feststellungen des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm würdigte der neue Chefarzt den Oberarzt mehrfach fachlich und menschlich herab, und diese "mobbingtypischen Verhaltensweisen" führten zu einer andauernden psychischen Erkrankung. Schlichtungsversuche scheiterten, weil der Chefarzt hierzu nicht bereit war.
Während das LAG dennoch einen Schmerzensgeldanspruch verneint hatte, sprach das BAG nun dem Oberarzt eine Entschädigung zu. Der Chefarzt habe die Krankheit seines Untergebenen "schuldhaft herbeigeführt"; hierfür müsse das Krankenhaus gerade stehen.
Gegebenenfalls kämen auch unmittelbare Ansprüche an den Arbeitgeber in Betracht, wenn der seine Pflicht verletze, Arbeitnehmer "vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz zu schützen". Allerdings könne der Arbeitnehmer in der Regel nicht verlangen, dass ein mobbender Chef entlassen wird.
Auch eine andere Stelle mit anderem Vorgesetzten müsse der Arbeitgeber nur anbieten, wenn solch eine Stelle frei sei, urteilte das BAG. Über die Höhe des Schmerzensgeldes soll im konkreten Fall nun das LAG entscheiden.
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(AFP/bön)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Wir werden abwarten müssen wie hoch das Schmerzensgeld sein wird. Interessant wird sein, ob der Mobber von Arbeitgeber (entlassen wird?) oder vom Mobbing-Opfer in Regress genommen wird, aber auch ob die Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung das Mobbing-Opfers fordern wird.
Jedenfalls gibt dieses Urteil vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder ein wenig mehr Hoffnung von Mobbing verschont zu werden.
Auch das sich immer mehr Politiker dafür einsetzen, wie zum Beispiel Herr Löning MdB/FDP: "Zitat: Durch Gesetze wie das Arbeitsschutzgesetz können Mobbing-Opfer zwar im Nachhinein rechtliche Sanktionen erwirken. Viel wichtiger ist es aber, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem keiner zu einem Opfer herabwürdigenden Verhaltens wird. Dazu scheint es mir notwendig, die öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren. Jeder sollte seine Stimme gegen Mobbing erheben!"
Zitat Ende.
Es gibt sehr viele Unternehmen in Deutschland, die Ihre Mitarbeiter anständig behandeln, faire Löhne zahlen und angenehme Arbeitsbedingungen schaffen.
Statt gegen etwas zu sein, könnten Sie genausogut auch dafür sein, Unternehmen zu unterstützen, die eben gerade das, was Sie bemängeln, nicht machen.
Klaus-Dieter May
www.mobbing-web.de
Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing / Bürgerinitiative
Nur mit viel Geld und/oder mit einem Anwalt der Sonderklasse sind derartige "Erfolge" möglich. Bei Porsche und Volkswagen steht aber ein ausgeglügeltes System "VW-System" bestehend aus abhängigen Politikern, bestochenen Betriebsräten und korrupten Personalern entgegen.
Die PA`ler werden wohl einer Gehinrwäsche unterzogen oder kommen nur mit einer gewissen, nachgewiesenen Skrupellosigkeit an die höheren Pöstchen. Eine Liga des Schweigens und gegenseitiger Abhängigkeiten.
Da wundert es mich dann doch, das die Staatsanwaltschaft Braunschweig sich wundert das die Personalakte von Klaus Volkert nicht vollständig ist. Meine wesentlichen Beläge sind auch verschwunden. Nur so gewinnt der Konzern seine Prozeße:
LUG, BETRUG und VERLEUMDUNG.
Alles auf den Seiten von mobbing-gegner.de belegt. Mehrfach in der Presse. Ich versichere die Wahrheit, aber wer will die den wissen?
macdet
-- hartz iv muss man sich leisten können --
Richtig so! Mobbing ist das Allerletzte.
Dass der Chefarzt sich derart verhält, wundert mich wenig: Krankenhäuser sind angesichts ihrer quasi-militärischen, hierarchischen Strukturen für Rangkämpfe prädestiniert.
Darwin hab ich ja verstanden, aber wie wäre es mit ein wenig empathie?
"bezeichnet man die Fähigkeit eines Menschen, sich kognitiv in ein anderes Lebewesen hineinzuversetzen, dessen Gefühle zu teilen und sich damit über sein Verstehen und Handeln klar zu werden"
Was macht ein Arbeitnehmer gegen das sogenannte "BOSSING" (=wenn er von seinem Chef gemobbt wird)? Das kommt nämlich auch sehr häufig vor, man liest aber nicht so viel darüber.
Paging