Schikanen bei der Arbeit haben höhere Fehlzeiten und eine größere Fluktuation zur Folge - und das kostet Geld. Mobbing-Opfer wiesen im Jahr 10,3 Fehltage auf. Bei Beschäftigten, die in ihrem Job noch nicht gemobbt wurden, sind es laut Ifak-Studie 7,6 Fehltage. Allein dadurch entstünden der deutschen Wirtschaft Kosten von 2,3 Milliarden Euro im Jahr.

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Fast ein Viertel der Mobbing-Betroffenen trage sich ernsthaft mit dem Gedanken, das Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate zu verlassen. Die Gruppe der Mobbing-Opfer weise fast zweieinhalbmal so viele Personen mit konkreten Wechselgedanken auf, wie die Gruppe der nicht gemobbten Arbeitnehmer, heißt es. Damit werde die Fluktuation zu einem beträchtlichen Kostenfaktor, warnt Ifak. Das Institut veranschlagt die Fluktuationskosten je Mitarbeiter auf das Doppelte der reinen Gehalts- und Nebenkosten eines Jahres. Die Kosten für Fluktuation durch Mobbing beliefen sich damit für die deutsche Wirtschaft, konservativ gerechnet, auf 17,6 Milliarden Euro im Jahr, berichtet Ifak weiter. Zusätzliche Kosten entstehen durch Frustration und die innere Kündigung gemobbter Mitarbeiter. Immerhin jedes zweite Mobbing-Opfer antwortet auf die Frage "Ich würde bei einem Lottogewinn nicht weiterarbeiten" mit "Ja". Bei den anderen Beschäftigten ist es dagegen nur jeder Dritte.

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(SZ vom 11.1.2008/bön)