Schulen und Universitäten begrüßen die angekündigte Milliardenhilfe. Andere halten der Bildungsministerin Schavan Selbstinszenierung vor.
Der Vorschlag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), mit Milliardeninvestitionen in Schulen und Hochschulen die Konjunktur zu stärken, trifft auf große Zustimmung bei Lehrern und Hochschulrektoren. Die Grünen sprachen dagegen von dem "Versuch einer Selbstinszenierung" Schavans. Wenn der Bund den Schulen Geld gebe, werde es verfassungsrechtliche Probleme geben, weil die Bildungspolitik Sache der Länder sei, warnte die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Krista Sager.
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3. Klasse in Frankfurt an der Oder: Umstrittene Bildungsoffensive von Schavan (© Foto: ddp)
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Aus den Reihen der Kultusminister kam sowohl Lob als auch Kritik. Bayerns Minister Ludwig Spaenle (CSU) nannte Schavans Vorschlag "eine gute Anregung". Er wünsche sich, dass sowohl die Länder als auch der Bund mehr Geld für die Sanierung der Schulen bereitstellten. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte dagegen, Schavans Vorstoß sei "nett gemeint, aber in der Höhe überhaupt nicht ausreichend". Allein die Universität Bochum habe einen Modernisierungsbedarf von einer Milliarde Euro. Der Bund müsse entweder die Mittel für den Hochschulbau drastisch erhöhen oder den Ländern einen höheren Anteil an der Mehrwertsteuer zubilligen, verlangte Pinkwart.
"Ein guter Anfang"
Schavan hatte in einem SZ-Interview gefordert, Schulen und Unis etwa 4,6 Milliarden Euro zu überlassen, damit diese Renovierungsarbeiten oder Anschaffungen vornehmen und so die Konjunktur beleben könnten. Sie schlug vor, jeder Schule in Deutschland 100.000 Euro und jeder Hochschule eine halbe Million Euro zu geben. Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) nannte diese Idee "phantasievoller als Bankbürgschaften oder Konsumgutscheine".
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zeigte sich offen für höhere Bildungsausgaben. Er wünsche sich "einen Konsens darüber, dass Bildungsinvestitionen deutlich erhöht werden müssen", sagte Steinbrück. Dieser Wunsch sei aber kein Kommentar zu dem konkreten Vorschlag Schavans. Aus Kreisen der Bundesregierung hieß es, ob und wie schnell Investitionen an Schulen organisiert werden könnten, sei fraglich. Größere Projekte hätten eine mehrmonatige Vorlaufzeit. Es sei geplant, bald den konkreten Bedarf zu ermitteln.
Auch die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan verlangte mehr Geld für Bildung. "Statt 40 Milliarden Euro in Konsumschecks zu verteilen, könnten wir dieses Geld für eine in der Welt einzigartige Bildungsoffensive einsetzen", sagte Schwan, die am Sonntag in Halle eine Grundsatzrede über Bildung hielt. Sie äußerte aber indirekt Kritik an Schavans Plänen. Man dürfe "nicht kleinlich sein und die Verwendung des Geldes an die Bezahlung lokaler Handwerker-Rechnungen binden", sagte Schwan. Sie sprach sich außerdem gegen Studiengebühren aus; diese würden "die Idee des Lernens pervertieren", sagte die SPD-Politikerin.
An Schulen und Hochschulen wurde die Debatte über Bildungsinvestitionen begrüßt. Schavans Plan sei "ein guter Anfang", sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel. Er sei schnell umsetzbar, wenn das Geld direkt an die Hochschulen fließen würde, sagte Wintermantel. Ähnlich äußerte sich für die Schulen der Chef des Verbands Bildung und Erziehung, Ludwig Eckinger. Der Bedarf sei von Schule zu Schule unterschiedlich. Oft fehle eine effektive Wärmedämmung, und selten seien die Räume auf die Bedürfnisse moderner Unterrichtsformen und die Arbeit in Kleingruppen zugeschnitten. Hier erhoffe er sich Mittel für Umbauten, sagte Eckinger.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bezeichnete Schavans Ansatz als richtig, bemängelte aber, er gehe noch nicht weit genug. Der Sanierungsbedarf sei wesentlich höher als von der Ministerin veranschlagt, und auch Kindergärten müssten saniert werden. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks äußerte sich ebenfalls zustimmend. Die Schulsanierung müsse Teil eines zweiten Konjunkturpakets werden.
- Bildungsministerin Schavan Der 100.000-Euro-Scheck 05.12.2008
- Neues Konjunkturpaket Schavan: 100.000 Euro für jede Schule 05.12.2008
- Deutsche im TIMSS-Schülertest Hinter Kasachstan 07.12.2008
- Studiengebühren-Debatte "Gebühren verschärfen soziale Auslese" 20.10.2008
- Atom-Debatte Schavan will mehr Kernforschung 30.07.2008
(SZ vom 8.12.2008/lala)
Diskussion um Leinenpflicht für Hunde
"Man dürfe "nicht kleinlich sein und die Verwendung des Geldes an die Bezahlung lokaler Handwerker-Rechnungen binden", sagte Schwan."
Nein, das darf man natürlich nicht! Man sollte schon dafür sorgen, dass das Geld, was wir für Konjunkturprogramme investieren an Billiganbieter aus dem Osten Europas vergeben wird.
Grundsätzlich halte ich die Idee die Konjunktur über konkrete und brauchbare Investiotionen anzukurbeln für wesentlich besser, als Streusandkonsumgutscheine zu verschenken, die dann in japanische Elektrotechnik oder chinesische Kleidung investiert werden.
Dass daneben natürlich die Kaufkraft im Inland angekurbelt werden sollte, ist keine Frage. Das sollte aber nachhaltig über Steuersenkungen passieren. Hier ist es vollkommen richtig, die CDU und insbesondere Frau Merkel zu kritisieren. Aber auch die "Gesundheitsreform", die angetreten ist, die Krankenkassenbeiträge nach und nach abzusenken läuft hier in eine völlig falsche Richtung! Eine erneute Steigerung mit der Aussicht auf kräftige Nachzahlungen steht im nächsten Jahr ins Haus. Auch hier hat die große Koalition versagt.
Aber in diesem konkreten Fall halte ich den Vorschlag von Frau Schavan für wesenstlich besser, als den Vorschlag mit den Konsumgutscheinen. Wobei mir dabei sowohl egal ist, dass Frau Schavan von der CDU kommt, als auch dass der Vorschlag der Gutscheine von der SPD kommt. Es sollte doch um die Sache gehen und nicht um Lager. Dieser Eindruck kommt mir aber bei einigen Kommentatoren immer wieder. Alles was von "Links kommt ist toll", alles was von "rechts kommt ist Unfug"! Wobei man die Positionen durchaus auch vertauscht vorfindet!
Wenn Deutsch in die Verfassung kommt, fliegen die Bayern doch aus dem Bund. Die BayernLB fürht die Absteiger-Liga doch schon an, wie man auch in Pisa sah, dass die Bildungspolitik im Osten effektiver ist als im Süden. Die Bayern kann man abschreiben, so langen die sich nochn Nennchristen als Regirung leisten. Der Ehebrecher Seehofer wird da an dem Trümmerhaufen auch nichts ausrichten.
Widerlich aber si nd die leeren Wahlversprechen Schavans. Weil sie ganz genau weiss, dass ihre CDU-Parteigenossen ihr in den Rücken fallen werden, so wie seit Jahrzehnten die Bildung blockieren. Mich ekelt das an, wenn eine Ministerin die Studien von der HIS in Hannover versteckt, die zeigen, wie die CDU-Bildungspolitik versagt und die CDU eine Umschichtung von Intelliigenz zu Vermögen fördert.
Die Bayern können dann die intelligenzlosen Milliardengräber aus Steuermittel bezahlen, die die intelligenzlosen Raubritter in der BayernLB geschaufelt haben. Früher wäre man für diese brutale Plünderung des Volkes auf den Scheiterhaufen gekommen, in Bayern kommt man dafür an die Regierung und die Schüler sacken ab.
Sie haben die CSU vergesen - oder macht die eine bessere Schulpolitik (oder überhaupt Schulpolitik bei dieser ideologischen Verbortheit)
Und woher nimmt die Erfinderin von Studiengebühren und G8 das Geld? Wo kommt denn das so plötzlich her und warum ist das Obersparbrötchen vom Dienst, Steinbrück, plötzlich so begeistert und will anscheinend gar seinen Sack öffenen?
Wie will Frau Schavan das finanzieren? Etwa über eine Erhöhung der Studiengebühren und eine Wiedereinführung von Schulgeld?
Ich kann mich des Eindruck nicht erwehren, dass u.a. sie inzwischen wegen des Stresses mit den anstehenden Bundestagswahlen sich ganz einfach nur in einer psychischen Ausnahmeverfassung befindet und so langsam, aber sicher, durchknallt.
Aber aufpassen sollten wir da schon, wir Wähler, wenn wir Derartiges hören: Die Talfahrt geht nämlich weiter. Da helfen auch keine noch so schwülstigen Worte einer Frau Schavan.
Wir haben Religionsfreihgeit. Sie dürfen glauben, was Sie wollen. SDi edürfen glauben, dass Kaninchen Widerkäuer sind, sie dürfen auch den widerlichen Wahlkampfversprechen von Frau Schavan glauben.,
Tatsache ist, dass die CDU alles daran setzt, das sin Deutschland keine rationale Bildungspolitik gemacht wird. Es sind Staatszersetzer. Ob Kohl im Frühjahr 1983, der mit der unsäglichen Frau Willms das Baäfog umstellte, dass fürderhin Bildung nach Vermögen udn nicht nahc Intelligenz gemacht wird. Heute wissen wir, dass Kohl von Schmiergeldern getrieben wird, an deren ordnungsgemässe Verbuchung sich auch der Herr Schäuble nicht erinnern kann. Wegen seiner Erinnerungslücken udn der aktiven Löschung will der Schäuble ja auch Sicherheitskopien aller bundesdeutschen Festplatten machen, damit nie wieder ein CDU-Politiker uns betrügen kann.
Aber eine ordenliche Bildungspolitik resisdiert beid er CDU nurt in der Fantasioe. In der Realität wehrt sich dei CDU mit Händen und Füssen gegenb Bildung. Frau Schavan versteckt dafür auch schon mal Studien, die der Steuerzahler bezahlt hat. Mitr der Erhlichkeit hat man es bei der CDU nicht so. Gehört nicht mehr zum Wertekanon des CDU-Leitbildes.
So sieht die reale Politik der Staats-Zersetzer aus:
"Ganztagsschule
Unionsländer bremsen
Wahlkampfgeplänkel bestimmt die Debatte um den Unterricht auch am Nachmittag"
...
"Im Fall eines SPD-Wahlsiegs, so gab sich der Kanzler spendabel, würden in den kommenden vier Jahren vier Milliarden Euro in den Aufbau von Ganztagsschulen fließen.
Mit dem Geld sollen 10000 normale Schulen zu Ganztagsschulen aufgerüstet werden. Jede Einrichtung bekäme demnach 400000 Euro. Nach geltender Rechtslage handelt es sich bei den Bundesgeldern um reine Investitionszuschüsse."
"Zunächst schlug man das Geld vom Bund aus, zeigte sich zur Annahme dann doch bereit und änderte abermals die Meinung in Richtung Konfrontationskurs: Bei der Verwendung der vom Bund in Aussicht gestellten Gelder wolle man sich keinerlei Vorschriften machen lassen. Die Mittel würden nur zum Ausbau der bereits in den Ländern vorhandenen Betreuungsangebote verwendet werden, hieß es vergangenen Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung aller acht Schulminister von CDU und CSU. Und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sekundierte: Wir lassen uns keine goldenen Zügel anlegen"...
Mit der CDU ist keine Bildung zu haben.
www.focus.de/politik/deutschland/ganztagsschule-unionslaender-bremsen_aid_207301.html
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