Bloß nicht negativ auffallen
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Sieht ein Kollege genauso aus wie der andere, ist das ein äußeres Zeichen für Firmentreue und absolute Loyalität: "Ja!", soll das heißen, "dieser Job ist unsere Berufung und wir machen gerne Überstunden in diesem Laden!" Der Kollege passt sich an, nimmt die Firmengepflogenheiten an und unterwirft sich den ungeschriebenen Gesetzen, die im Unternehmen herrschen. Nie würde es ein Jurist wagen, ohne Krawatte bei einer Versicherung aufzutauchen - geschweige denn in Turnschuhen!
Genauso würde ein Sozialpädagoge wie ein Aussätziger behandelt, der sich in einen dunklen Anzug schmeißt und so zum "After-Work" mit den Kollegen in die Stammkneipe geht. Denn auffallen könne ja auch heißen, negativ aufzufallen, aufmüpfig zu sein, und das gilt es um jeden Preis zu vermeiden. Die Kunst ist, sich sicher auf dem schmalen Grad von Konformität und Unauffälligkeit auf der einen Seite und einem klitzekleinen Funken Individualismus auf der anderen zu bewegen. Aber das Zeichen von Persönlichkeit sollte keinesfalls aus mehr als einem Accessoire bestehen. Sonst heißt es ganz schnell: "Was hast du denn an?"
So bevölkern die Büros lauter kleine Chef-Ableger. Sie sehen nicht nur gleich aus, sondern reden auch noch ähnlich: Zwei Drittel ihres Wortschatzes bestehen aus Anglizismen, das letzte Drittel wird mit "ähs" und Füllworten bestückt: Die ganzen Fashion Victims stylen sich irgendwie, äh, alle total so im Outfit der Corporate Identity, bis sie voll aussehen wie gepimpte Business-Klone de luxe.
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(sueddeutsche.de/mri)
Christopher Lee zum 90.
Kann man diese oede, inhaltsleere und wenig originelle Kolumne nicht mal langsam einstellen?
In vielen Firmen herrrscht halt ein dress code - ist das so furchtbar? Und wenn man das aufs Korn nehmen will, dann sollte man wenigstens witzig sein oder es versuchen. Sonst kommt es nur besserwisserisch, weinerlich und uninformiert rueber...
Es schadet auch nix wenn Leute mit Ende 20 mal endlich lernen eine Krawatte richtig zu binden - das bildet fuers Leben... was man von der Kolumne nun wirklich nicht sagen kann.
Der Anteil inhalts- und vor allen Dingen pointenloser Artikel nimmt in allen Online-Medien beständig zu. Und, was ist das Fazit, Alternativvorschläge? Anregungen? Nada.
Der letzte Absatz offenbart dann die eigentliche Motivation des Autors: Neid, wahrscheinlich aufgrund der eigenen Machtlosigkeit gegenüber den "Business-Klonen", die seine oder ihre Chefs, Chef-Chefs und so weiter sind...
Neeee, natürlich nicht, sowas ist nie der Grund! Nie! Das wäre ja niveaulos, ausserdem seid ihr alle to-tal zufrieden und ausgeglichen und so... Kategorie stille Rebellen. Hier habt ihr euren Spielplatz, also tobt euch aus, da wo es relevant ist machen das die Business-Klone (das Ergebnis sieht man momentan live und in Farbe auf allen Kanälen) :o)
Als ob sich die Leute privat nicht uach uniformieren würden. Nur nicht nach Branche sondern nach sozialem Umfeld.
Also zumindest in meiner Branche finde ich es ausgesprochen in Ordnung wenn Büromitarbeiter sich an den "ungeschriebenen" Dresscode halten. Dies war bei uns intern lange Zeit nicht so. Aber wenn dann mal dem Chef durch "private" Quellen durchsickert was für einen "guten" Eindruck es gemacht hat, das der Konstrukteur bei der Vergabeverhandlung in dreiviertell Hose und Birkenstock kam.. dann setzt auch hier mal das umdenken ein.
Auch bei Frauen im Büro unterstütze ich es wenn diese sich businesslike kleiden. Lieber Hosenanzug, Blazer, etc.. bevor die "Azubienen" mit besserem Körperbau diesen wieder extrem betonen und der Arbeitssinn meiner Mitkollegen eher zu einer anderen Richtung kreativ beflügeln.. (Nicht das ich es net selber gern anschau wenn man sowas mal zu sehen bekommt.. aber Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.. *g*)
Oh, wie sehe ich in diesem Artikel meinen Chef und Chef-Chefs & erst die Chef-Chef-Chefs... Willkommen in der uniformen Welt ausserhalb der Berufszweige die Uniform tragen.
No Tie und das seid fast 40 Jahren.