Bierautomat in der Cafeteria

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Vermutlich steckt hinter solchen, vermeintlich arbeitnehmerfreundlichen Angeboten eine ausgeklügelte Strategie der Geschäftsführung: Mitarbeiter, die rund um die Uhr verfügbar sind und von morgens bis abends am Schreibtisch sitzen, leisten mehr. In diesem Lichte sind vermutlich auch der Bierautomat in der Cafeteria und das Angebot zur kostenlosen Rückenschule zu betrachten. Wer alles so greifbar nah hat, verlässt die Firma nur noch ungern.

Hat der Kollege das einmal durchschaut, ergibt das ganze Geschwafel über Home Office und motivierender Selbstorganisation endlich einen Sinn. Praktisch ist es auch: Wer gleich dort einzieht, wo er arbeitet, spart eine Menge Geld. Er kann sein Auto verkaufen, weil er nicht mehr ins Büro fahren muss. Er zahlt keine Miete, Heizkosten entfallen und Lebensmittel muss er auch nicht einkaufen, weil er sich künftig komplett in der Kantine ernährt. Und jetzt kann er auch Handy und Blackberry abschaffen: Wer unter dem Schreibtisch campiert, ist im Büro ja permanent erreichbar.

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(sueddeutsche.de/mri)