Passworte sind verräterisch. Was die verdeckten Alias-Namen über den Charakter seines Trägers aussagen. Eine Übersetzungshilfe.
Passwort: zuenftisamma Bei diesem Kollegen haben wir es mit einem echten Orginal zu tun. Mit aller Sicherheit kommt er aus dem hohen Norden. Ein echter Bayer würde diesen Ausdruck niemals zum Passwort machen. Ja, wo samma denn?
(© Foto: iStockphoto)
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Passwort: tradomina Oha, hier wartet eine Überraschung auf das Team. Im echten Arbeitsleben trägt die Kollegin die Maske der Freundlichkeit und Geduld. Aber sie kann auch ganz anders. Wahrscheinlich ist es das Beste für alle Beteiligten, dass ihre Kollegen nichts von ihrem Passwort ahnen.
Passwort: Ralf Müller Dieser Kollege ist absolut nüchtern. Als Passwort wählt er seinen eigenen Namen. Computer müssen funktionieren, für weiteren Schnickschnack ist er nicht zu haben. Bei langen PC-Beziehungen reicht ihm ein Ralf.
Passwort: Bärli Eine warme Decke, schnell! Dieser Kollege ist von äußerst sanftem Gemüt. In der harten Arbeitswelt wird ihm immer wieder kalt. Er braucht unbedingt eine liebevolle Behandlung und ganz viel Zuwendung.
Passwort: 1543xy!Zw_ Ganz klar, so etwas kann nur einem Techniker einfallen. Er würde sich niemals so ein simples Passwort wie "meise" zulegen. Ttss, "meise", naja, wenn sich die Leute unbedingt knacken lassen wollen. Mit ihm nicht! Er weiß halt, wie's geht.
Passwort: König Hier handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Kollegen mit unsicherem Status. Womöglich arbeitet er als Aushilfe. Könige (und Kaiser und Papst) im Betrieb sind leider ganz andere. Aber immerhin dem Computer ist klar, wer das Sagen hat.
Passwort: Paris-Hilton Dieser Kollege ist ein Ironiker. Die Welt betrachtet er distanziert und von oben herab. Über Paris Hilton kann er nur müde lächeln. Natürlich würde er sich niemals mit dieser Dame beschäftigen. Gerade deswegen hat er sie zum Passwort gemacht.
Passwort: Venedig Wie süß, ein Romantiker. Jedes Mal, wenn er oder sie dieses Passwort eintippt, zittert der Computer. So stark sind die romantischen Schwingungen, die seinen Träger dabei überkommen. Bestimmt hat sich der oder die Glückliche in Venedig verliebt, verlobt, verheiratet.
Passwort: Freddi Noch so ein verliebter Mensch, allerdings mehr von der pragmatischen Sorte. Natürlich widmet die Kollegin ihr Passwort ihrem Freund. Das hat eben den Vorteil, dass sie auch bei wechselnden Beziehungen immer den Überblick behält und weiß, mit welchem Namen sie ihren Geliebten ansprechen muss. Der Nachteil ist allerdings, dass sie ihr Passwort bei jeder Trennung ändern muss.
Passwort: Passwort Hier war entweder ein Genie oder ein Langweiler am Werk. Entweder ist der Mensch völlig uninspiriert oder aber er ist so kreativ, dass er aufgegeben hat, sich laufend neue originelle Passworte zu geben, weil er sie immer wieder aufs neue vergessen hat.
Passwort: Thunfisch Das ist die selbe Passwort-Kategorie wie Meise, Glockenblume oder Schiller. Der Kollege nimmt, was ihm gerade einfällt. Seine Wahl ist völlig beliebig. Verbrecher, die seinem Passwort auf die Schliche kommen wollen, hätten es schwer mit ihm, Kollegen haben es dafür leicht. Wahrscheinlich ist er auch im restlichen Berufsalltag so unkompliziert wie bei der Passwort-Wahl.
Passwort: Arbeit Das hat sich garantiert ein erfahrener Kollege ausgedacht. Die Frage "Kannst du mir kurz dein Passwort" sagen, hat er viel zu oft gehört - und die dummen Kommentare darauf auch. Erst ist er hilfsbereit und leiht seine Zugangsdaten und dann muss er sich noch dumm anmachen lassen, weil sein Passwort "Schmusi" ist. Damit ist Schluss: Er wählt nur noch die politisch korrekte Variante.
(sueddeutsche.de)
Moderne Verwaltung
Der Beitrag kommt mir etwas unrealistisch vor und bezieht sich wohl eher weniger auf die Arbeitswelt?
Zumindest an meinem Arbeitsplatz bin ich durch verschiedene Mechanismen dazu gezwungen, mir alle paar Wochen ein neues, kompliziertes, nicht zu kurzes Passwort auszudenken (inklusive Ziffern und Sonderzeichen). Bärli und Freddi passen jedenfalls nicht in das vorgegebene Schema und ein Passwort wie Wrk2!p* ist da schon fast notwendig, damit das Passwort vom System überhaupt akzeptiert wird.
Also ich wüsste nicht, wo man noch ein Passwort ohne Zahl vergeben könnte. Am Arbeitsplatz mit Sicherheit nicht. Was soll also dieser schwachsinnige Artikel?
Genialer Beitrag :-P
(und wenn ich mal die mir bekannten Passwörter von Kollegen (was sie ja eigentlich nicht mehr zu echten Passwörtern macht) so ansehe, habe ich so manchen wiedergefunden...)
...nehmt doch nicht alles immer so ernst! Es ist August, die Sonne knallt, nehmt euch ein Eis und legt die Füße hoch!
Ich denke mal dass mittlerweile jeder weiß dass "Bärli" und "Passwort" nicht unbedingt die gelungensten Varianten eines Passwortes sind. Auch von "Sexbombe-*insertnameofcurrentgirlfriend*" würde ich abraten. Jeder von uns hat doch einen Admin im Rücken der sich die Haare rauft und weinerlich wird wenn´s ans Passwort wechseln geht. Weil er weiß dass Bärli und Mausi dann wahrscheinlich in Mausi und Bärli gewechselt werden.
Trotzdem - auch wenn der Artikel nicht über die allseits bekannten Macken und Problemen zum Thema Passwort aufklärt - ich fand ihn lustig. Hab gelacht, und dass um halb neun Uhr morgens. Juhu!
diese drei sind durchaus zu vertreten und laden nicht zum Erraten ein.
zuenftisamma
tradomina
1543xy!Zw_
wobei das letzte etwas zu unpraktisch ist, weil 3 Symbole ein Shift benoetigen (xxxxxxXXxX).
ansonsten bin ich auch der Anhaenger des Technikers.
Alle anderen pw sind voellig wertlos.
Ich haette mir etwas mehr Aufklaerung gewuenscht. Beispielsweise koennte man den Nutzern abgewoehnen fuer alles das gleiche pw zu verwenden.
Teilweise registrieren sich Leute in Foren mit dem gleichen pw, mit dem man auch Zugang zur dazugehoerigen emailadresse bekommt.
Da kann man als aufgeklaerter Nutzer manchmal nur staunen. Da wird fast zu Misbrauch aufgerufen.
Paging