Im Büro streitet sich der Kollege wie im Sandkasten ums Schippchen. Per E-Mail wird er leicht zur Petze - und ruft den Chef zu Hilfe.
Es ist wie früher, als wir noch mit Michael, Thomas und Anne-Kathrin spielten und die Tante Sabine die Oberaufsicht führte. Eine Zeit lang geht alles gut, jeder baut sich friedlich seine Sandburg und tüftelt vor sich hin. Nach einer Viertelstunde aber stellt der Micha fest, dass die Burg vom Thomas höhere Türmchen hat und das Förmchen von der Anne-Kathrin eine hübschere Farbe hat.
Wie im Sandkasten: Auch im Büro streiten sich Kollegen so lange, bis einer heult. (© Foto: iStock)
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Dann bewerfen sich die Bälger mit dem Schippchen und beschimpfen sich, bis einer heult. Wenn die Tante Sabine kommt und schlichten will, jault der erste: "Die Anne-Kathrin hat gesagt, ich bin doof." Und weil das längst noch nicht reicht, um die Anne-Kathrin so richtig in die Pfanne zu hauen, wird noch mal nachgelegt: "Und dass du doof bist, hat sie auch gesagt!" Das sitzt.
Keine sachliche Ebene
Dass Erwachsenwerden bedeutet, sich abseits vom Schippchen-Werfen eine ordentliche Diskussionskultur zuzulegen, ist ein Trugschluss. Wer glaubt, studierte Menschen begäben sich im Streit auf eine sachliche Ebene und tauschten gute Argumente aus, liegt völlig falsch. Wie oft hört man schon Gespräche wie dieses: "Danke für diese Idee, aber ich denke, mit dem Ansatz vom Kollegen Müller kommen wir weiter." "Gern geschehen. Ich werde nicht beleidigt sein, dass Sie den Kollegen Müller vorziehen. Wir arbeiten doch alle für das große Ganze."
Nie gehört? Kein Wunder. Viel öfter treffen in Besprechungen Narzissten auf Egomanen, die sich gegenseitig von ihrer Unwiderstehlichkeit überzeugen wollen - so lange, bis es kracht. Nur mit Sand schmeißt keiner mehr, den hat man im Büro nicht so schnell zur Hand. Stattdessen gehen die Kontrahenten mit Argumenten aufeinander los, die oft genauso plump sind wie ein Schlag mit der Schippe. Oder hat jemals ein Satz wie "Wenn Sie die Projektleitung übertragen bekommen, wird Inkompetenz institutionalisiert" dazu geführt, dass sich Missstimmung unter Kollegen in Wohlgefallen aufgelöst hätte?
Da solche Streitereien gern zu ordentlichen Fehden heranwachsen, wird nicht nur im persönlichen Aufeinandertreffen gestritten. Sogar die Vielzahl unnötiger Meetings reicht einfach nicht aus, um dem Anderen all das Ekelhafte an den Kopf zu schleudern, dass einem zu ihm einfällt.
Wie gut, dass es die E-Mail gibt.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Wann legen sie an die Zensur der Leserbeiträge endlich den gleichen Maßstab an, wie für ihre eigenen Beiträge?
So eine Bigoterie ist einem größeren Medium wirklich unwürdig und auf diesem Niveau in Deutschland auch einzigartig. Respekt!
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Leute wie Sie suchen doch immer jemanden, auf den sie die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übertragen können!
Sie unterliegen einem gehörigen Irrtum, wenn Sie glauben, dass die Tatsache das ich Arbeitsplätze anbiete automatisch ein Erziehungsangebot für stehengebliebene, sozial minderbemittelte Zeitgenossen beinhalten muss.
Das meine Tätigkeit, neben dem professionellen Inhalten, auch menschliche Qualitäten hinsichtlich der Führung erfordert, bleibt davon selbstverständlich unbenommen.
Hallo Dr. Sorglos,
wenn Sie nicht willens oder nicht in der Lage sind, Streitigkeiten in Ihrer Belegschaft gemäß ihren Aufgaben als Führungskraft zu begegnen, empfehle ich ein Führungsseminar mit Schwerpunkt 'Gewaltfreie Kommunikation'.
Wer sich als Chef um diese seine Verantwortung drückt, sollte sich selbst kündigen. ;-)
dww
"In den meisten Firmen bekommen die Chefs aber so viele davon, dass sie sie einfach ignorieren."
Das ist nicht korrekt! Nur in 13,8% der Firmen bekommen Chefs solche Mails, von denen wiederum lediglich 38% ignoriert werden. Woher ich das weiß? Ich weiß es nicht, habe aber nicht weniger Fantasie als Frau Bönisch...
Im übrigen erhalten Mitarbeiter, die mich mit solchen Mails penetrieren, keine Missachtung, sondern die Kündigung. Mitarbeiter die nicht in der Lage sind, am Arbeitsplatz ein normales soziales Miteinander, einen Erwachsenen Umgang miteinander zu gestalten und andere denunzieren kann ich in meinem Umfeld nicht gebrauchen!
Paging