Manager-Typologie Der Abwesende

So erkennt man ihn

Er ist nie da. Out of office. Auf einer wichtigen Konferenz in London. Unerreichbar im Flugzeug nach Japan. Oder natürlich bei einem wichtigen Kunden. Selbst wenn er mal im Büro weilt, ist er mit den Gedanken ganz woanders und eigentlich schon eh wieder auf dem Sprung. Und auf E-Mails antwortet er prinzipiell nicht.

So geht man mit ihm um

Der ewig abwesende Chef kann für Mitarbeiter zum großen Problem werden. Kann, aber muss nicht. "Wenn der Chef tatsächlich wenig Interesse für den Alltag und die Entscheidungen im Büro hat, dann kann der Mitarbeiter relativ autark handeln", erklärt Beraterin Anja Beenen. Im besten Fall hat der Mitarbeiter also viele Freiheiten, was nicht alle, jedoch viele Mitarbeiter mögen. "Zum Problem wird es jedoch, wenn der Chef im Nachhinein Entscheidungen kritisiert oder doch hätte in Kenntnis gesetzt werden wollen." Mit so einem Chef muss man sich zusammensetzen und ein klärendes Gespräch führen: In welchen Dingen will er mitentscheiden, bei welchen nicht. Worüber will er informiert werden, worüber nicht. "Es müssen Regeln ausgehandelt werden, anders geht es nicht", erklärt Anja Beenen. Stellt sich heraus, dass er mitentscheiden will, dann muss der Mitarbeiter ihm nahebringen, dass einige Formen von Mindesterreichbarkeit sichergestellt werden müssen: "Äußern Sie Ihren Abstimmungsbedarf und verabreden Sie einen für Sie beide sinnvollen Abstimmungsmodus. Zum Beispiel einen Jour fixe, einmal in der Woche oder einmal am Tag."

Mit welchem Chef-Typ haben Sie die schlechtesten Erfahrungen gemacht? Schreiben Sie es auf?

21. Dezember 2012, 14:03 2012-12-21 14:03:11

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