Manager-Typologie Der Tyrann

So erkennt man ihn

Es gab schon Firmenchefs, die Unerwünschte mit einem Feuerlöscher eigenhändig vom Gelände vertrieben und sich damit später sogar noch gebrüstet haben. Das sind natürlich Extremfälle, aber tatsächlich klagen viele Deutsche über einen ihrer Meinung nach tyrannischen Chef. Er kritisiert ständig und überzogen, gerne auch vor der versammelten Mannschaft. Er hält sich einige Lieblinge und protegiert diese offen. Und auf sein Wort ist kein Verlass.

So geht man mit ihm um

Anja Beenen, Buchautorin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Profil M, rät: "Das Wichtigste ist, sich davon nicht einschüchtern zu lassen und das Verhalten nicht auf sich zu beziehen." Wer den Tyrann genau beobachtet, wird bald merken: Er behandelt viele andere ebenso schlecht. Kein Grund also, das persönlich zu nehmen. "Halten Sie das innerlich auf Abstand", sagt Beenen. Nichtsdestotrotz sollte man auch handeln. Aber bloß nicht in der konkreten Situation, in der der Chef einen mal wieder kritisiert hat. Und bloß nicht vor anderen, dann ist keine sachliche Auseinandersetzung möglich, stattdessen droht ein Showkampf. "Suchen Sie einen Tag später das Gespräch unter vier Augen, da hat er und da haben Sie sich wieder beruhigt. Und dann sagen Sie ihm sachlich und professionell, dass Sie den Ton und die Kritik so wenig förderlich fanden." Selbstverständlich gebe es keine Garantie auf eine 180°-Wende Ihres Chefs, aber "tun Sie nichts, so haben Sie jedoch gar keine Chance auf Verbesserung ", erklärt Beenen.

21. Dezember 2012, 14:03 2012-12-21 14:03:11

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