Frauen machen Karriere - und das in Männerberufen. Sie sind Automechanikerinnen, Dachdeckerinnen und Deutschland wird von einer Bundeskanzlerin regiert. Nach dem Willen der Bundeswehr sollen weibliche Soldaten bald auch die letzte männliche Bastion der Truppe einnehmen dürfen: das Kommando Spezialkräfte (KSK), ein Einsatztrupp für besondere Aufgaben wie die Bekämpfung von Terroristen. Längst hat sich das weibliche Geschlecht in die typischen Männerberufe geschlichen und sich dort bewiesen.
Umgekehrt verläuft die Emanzipation nur schleppend: Der deutsche Hebammenverband zählt nur ein männliches Mitglied. Deutschlands erster Mann an der Seite einer Kanzlerin, Joachim Sauer, scheut geradezu öffentliche Auftritte als "First Lady der Nation". Und die Recherche nach männlichen Hauswirtschaftlern, Nageldesignern und Sekretären gleicht der Suche nach der berühmten Nadel in einem Heuhaufen. Männer schreckt die bescheidene Bezahlung der Frauenberufe und der Prestigemangel ab.
sueddeutsche.de sprach mit sieben Männern, die sich trotzdem in eine Frauendomäne gewagt haben, über Mut, Vorurteile und die Liebe zum Beruf.
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