Von Jörg Häntzschel

In wenigen Monaten wird US-Professor Randy Pausch an Krebs sterben. Das Video seiner allerletzten Vorlesung wurde zur Web-Sensation - eine bewegende Bilanz. Mit Video

Amerika liebt "inspiration", jene Mischung aus vager Spiritualität, althergebrachten Lebensweisheiten, gesundem Menschenverstand und kumpelhaftem Auf-die-Schulter-Klopfen, die man auf der Suche nach Glück immer gut gebrauchen kann. "Inspiration" trieft aus Fernsehpredigten, findet sich in goldener Schrift unter Fotos von Adlern über dem Grand Canyon und ist die Grundlage der unglaublich umfangreichen Ratgeberliteratur, die einem helfen soll, reicher, schlanker oder beliebter zu werden.

Randy Pausch

Die letzte Vorlesung von Pausch ist Vermächtnis und Abschied zugleich. (© Foto: oh)

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Andererseits hat Amerika auch genug davon, der Inspirationsindustrie immer wieder Geld zu geben für enttäuschende Rezepte zum Glücklichsein. Vielleicht ist es damit zu erklären, dass die "Letzte Vorlesung" des Informatikers und Virtual-Reality-Experten Randy Pausch innerhalb von Tagen zu einem Pop-Phänomen wurde, öfter im Internet gesehen als viele aktuelle Kinofilme.

Was würden Sie ihren Studenten und Kollegen sagen, wenn Sie nur noch diese eine, die "Last Lecture" hätten? So lautet die Hypothese, die diesem - gewöhnlich eher heiteren - Vortragsgenre zugrunde liegt, das an vielen amerikanischen Universitäten mittlerweile Tradition geworden ist.

Lesen Sie, wie Pausch seinen bewegenden öffentlichen Abschied inszenierte.

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