Die Krise ist vorbei, der Konjunkturmotor brummt wieder. Das kommt Schulabgängern auf der Suche nach einer Lehrstelle zugute. Die Chancen sind regional aber sehr unterschiedlich. Mitunter greifen Unternehmen zu besonderen Lockmitteln.
In den vergangenen beiden Jahren stand die Lehrstellensuche vielerorts im Zeichen der Krise. Viele Betriebe mussten sparen und bildeten weniger aus. Jetzt geht es wieder aufwärts in der Wirtschaft, damit hat sich auch die Ausgangslage für Lehrstellenbewerber verbessert. Jugendliche sollten sich aber auch überregional nach einer Stelle umschauen. Und sie dürfen nicht nur Trendberufe im Blick haben.
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Besonders im Osten können sich Bewerber ihre Lehrstelle aussuchen. (© dapd)
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"Wir gehen davon aus, dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt weiter entspannen wird", sagt Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. "Das Angebot an Lehrstellen wird voraussichtlich wachsen und die Zahl der Bewerber weiter sinken."
Jugendlichen kommt nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die demografische Entwicklung zugute. Sie sei gerade im Osten "dramatisch": "Die Zahl der Schulabgänger hat sich dort in den letzten zehn Jahren halbiert", sagt Pieper. "Die werden inzwischen von den Unternehmen regelrecht umworben." Das gehe soweit, dass einige Betriebe passenden Bewerbern als Anreiz etwa einen Laptop spendierten, wenn sie bei ihnen eine Lehre machen.
Mangelware sind geeignete Anwärter auf einen Ausbildungsplatz etwa im Handwerk: "Wir haben eine deutliche Bewerberlücke", sagt Alexander Legowski vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin. Mehr als 7000 Lehrstellen seien im vergangenen Jahr im Handwerk unbesetzt geblieben - viele davon im Osten. Aber selbst in Städten wie München habe es bis zu 50 freie Stellen pro Bewerber gegeben. "Und das wird in diesem Jahr nicht besser werden."
Solche Zustände gibt es aber längst nicht überall. Denn bei den Aussichten auf eine Lehrstelle gibt es große regionale Unterschiede. "Das Matching-Problem bleibt", sagt Pieper. Gemeint ist: Angebot und Nachfrage passen nicht immer zusammen. Und nicht jeder Bewerber findet dadurch etwas Passendes vor seiner Haustür und in seinem Wunschberuf. "In einigen Regionen und Branchen ist die Lage weiter angespannt."
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Dieses Problem zeigt sich nicht nur im Osten.
Eine Westdeutsche Firma im Vorzeige Land Baden-Württenberg berichtet, dass sich auf dem normalen Bewerbungsweg sich in 2010 für 2011 nur noch 50% von den üblich eingehenden Bewerbungen bekommen hat.
Dieses Problem des demographischen Wandel durch den Niedergang der Geburten zeigt sich überall.
Das Problem ist da, viele Firmen werden keine Bewerbungen mehr erhalten. Der Abwerbungs-Wettbewerb wird zunehmen. Ein Lap-Top wird es da nicht mehr Richten, das muss schon eine Wohung her, oder ein Auto.
Die Lehrfirmen stehen im gleichen Zukunftswettbewerg wie die Länder für Fach-und Führungskräfte.
Der Konkurrenzkampf wird härter werden.
Schade in diesen Jahren müsste man ein Lehrlingsanwärter sein, und Pockern um die Lehrstelle, denn den Ausbildungsbetrieb hat man ja in den Händen.
Verkehrte Welt zu Früher.