BH und Unterhemd sind Privatsache? Nicht immer. Das Landesarbeitsgericht Köln entschied, dass der Arbeitgeber durchaus vorschreiben darf, was die Angestellten tragen. Sonderfall: Die Fingernägel.
Von wegen Privatsphäre: Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeiterinnen vorschreiben, BHs oder Unterhemden zu tragen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 3 TaBV 15/10).
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Der Arbeitgeber darf seinen Angestellten das Tragen von BHs oder Unterhemden vorschreiben, entschied das Landesarbeitsgericht Köln. (© AP)
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Nach Ansicht des Gerichts ist diese Regel keine unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts. Der Beschluss betraf eine Gesamtbetriebsvereinbarung eines Unternehmens, das an Flughäfen im Auftrag der Bundespolizei Fluggastkontrollen vornimmt. In der Vereinbarung waren strenge Regeln über das Aussehen der Beschäftigten festgehalten.
Zu Recht, befanden die Richter. Die Vorschriften dienten dem Schutz der vom Arbeitgeber gestellten Dienstkleidung und einem ordentlichen Erscheinungsbild. Auch die Anweisung, Fingernägel in maximaler Länge von 0,5 Zentimeter über der Fingerkuppe zu tragen, sei rechtens. Sie verhindere, dass Passagiere verletzt werden.
Zu streng dürfen die Regeln allerdings nicht sein: Vorschriften über die Farbe der Fingernägel bei weiblichen Angestellten sind nach Auffassung des Gerichts nicht zulässig. Ebenso darf männlichen Mitarbeitern nicht vorgeschrieben werden, bei Haarfärbungen nur natürlich wirkende Farben zu tragen.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
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Die Justiz in Deutschland macht sich regelmässig mit hirnrissigen Sprüchen lächerlich.
"Frau Meier, knüpfen sie sich die Bluse auf. Ich will kontrollieren, ob der BH ordnugnsgemäß ist und nicht drückt".
Irrwitz, reiner Irrwitz.
Gott sei Dank gibts auch BHs, die den vorschriftsg.eilen Arbeitgeber inbrünstig flehen liessen, er möge nie nie irgend etwas derartiges vorgeschrieben haben ...
Wo kämen wir denn hin, wenn jede Mtarbeiterin allein und unkontrolliert selbst entscheiden könnte, was sie zumindest halb-freischwebend ihren "Kontaktpersonen" zum, hoffentlich nur eventuellen, sinnlichen Genuß "darbieten" darf!