Freude über das Erreichte statt Angst vor Misserfolg: Wie man das Beste aus seinen Möglichkeiten macht.
Lebenserfolg bedeutet immer auch, sich seine Lebensfreude und Lebenszufriedenheit zu erhalten. Dafür aber gibt es vor allem eine Regel: Steigern Sie Ihre Wahrnehmungsfähigkeit und Wertschätzung für das, was in Ihrem Leben positiv ist!
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Die meisten Menschen ignorieren, worüber sie sich freuen sollten.
Vielleicht kennen Sie die Situation. Kaum begrüßt man einen Gesprächspartner mit einem fröhlichen "was für ein schöner, sonniger Tag", so kommt auch schon die Replik "ja, aber morgen soll es wieder regnen."
Mit anderen Worten und grundsätzlich gesagt: Die meisten Menschen haben eine eingeschränkte Art der Wahrnehmung und des Denkens. Sie konzentrieren sich bei der Bewertung und Beschreibung ihrer Lage ausschließlich auf die negativen Aspekte. Sie sehen, welche Probleme sie haben, was alles fehlt oder was ihnen misslingen könnte. Was sie dagegen kaum zu erkennen vermögen, ist das, was sie bereits erreicht haben, was ihnen mühelos gelingt oder was ihr Leben insgesamt bereichert.
Damit aber schädigen sie sich dreifach. Sie rauben sich die Freude an ihren Leistungen. Sie ignorieren ihre Erfolgschancen. Und sie demotivieren sich, anstatt sich Kraft und Stimmung für neue Taten zu schenken.
Machen Sie sich klar, warum das Positive so häufig untergeht.
Natürlich gibt es Gründe für dieses Verhalten. Der erste ist Hetze und Hektik. Wer ständig unter Druck ist und von Aufgabe zu Aufgabe springt, dem fehlen die Zeit und Ruhe, um zu einer ausgewogenen Sicht der Dinge zu kommen. Er sieht nur noch, welche Schwierigkeiten ihn erwarten und nicht mehr, welche Lösungen ihm offenstehen.
Der zweite Grund liegt in der Wirkungsmächtigkeit des Negativen. Ein Problem, ein Rückschlag oder ein Mangel werden von uns bewusst oder unbewusst immer auch als persönliche Gefährdung begriffen. Und das Gefühl einer Gefahr löst völlig andere Reaktionen aus, als das Empfinden, alles sei im Lot. Der Gedanke "das wird ein Erfolg" wirkt auf uns wie ein laues Lüftchen. Der Eindruck "es könnte schiefgehen" trifft uns wie eine Orkanböe.
Der dritte Grund ist Ignoranz. Wir können noch so lange und intensiv um ein Ergebnis gekämpft haben, kaum haben wir es zustande gebracht, so geht sein Glanz auch schon verloren. Je länger uns das Resultat unserer Bemühungen dann begleitet, desto geringer schätzen wir es noch. Am Anfang war es ein wertvolles Ziel, nach einigen Jahren besitzt es den Status einer banalen Selbstverständlichkeit. Erst, wenn es wieder weg ist, beginnen wir zu schreien. "Ein Tor erkennt, was er in den Händen hielt, als trefflich erst, wenn es verloren ist", so umschrieb der griechische Dichter Sophokles diese Denkweise schon vor über 2.000 Jahren.
Ändern Sie Ihr Paradigma.
Es wird Zeit, neue Verhältnisse zu schaffen. Beenden Sie also die Alleinherrschaft des Negativen. Gönnen Sie sich mehr Freude an dem, was Sie geschafft haben und worauf Sie stolz sein können. Machen Sie sich bewusst, was bei Ihnen im Augenblick gut läuft und welche Vorzüge und Möglichkeiten Ihnen die aktuelle Lage bietet. Schärfen Sie Ihre Sehfähigkeit für das Positive. Nutzen Sie es, um sich zu motivieren und um zu erkennen, wie Sie das Beste aus Ihren Möglichkeiten machen.
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Christopher Lee zum 90.