Nach dem Einsturz des Stadtarchivs greift die Stadt Köln nun auf Hartz-IV-Empfänger zurück - aber nur, wenn sie das wirklich wollen.

Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs sucht das Kölner Kulturamt nun Hartz-IV-Empfänger, die sich um die geborgenen Dokumente kümmern sollen. Bereits 14 Langzeitarbeitslose haben dieses Jobangebot im Lagerzentrum im Kölner Süden angenommen, bestätigte der Sprecher des Kölner Kulturamtes, Peter Schelenz. Ihre Aufgabe ist es, die Archivalien zu sortieren und zu verpacken und Informationen zu den Funden zu notieren.

Akten aus dem Kölner Stadtarchiv; ddp

Insgesamt 50 Langzeitarbeitslose sollen die Archivalien des Kölner Stadtarchivs sortieren und verpacken. (© Foto: ddp)

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Keine schwierigen Tätigkeiten

Mögliche Schäden beim unsachgemäßen Umgang mit den wertvollen Materialien schloss Schelenz aus: "Es sind ja keine schwierigen Tätigkeiten." Die neuen Hilfskräfte bekommen eine intensive Einarbeitung und arbeiten unter Fachaufsicht. Insgesamt werden 50 Ein-Euro-Jobber für ein halbes Jahr gesucht. "Wir wollen nur Leute, die auch wirklich wollen", sagte Schelenz. Die Hilfskräfte werden von der Kölner Arbeitsgemeinschaft (ARGE) vorgeschlagen, aber ein gewisses Interesse soll schon vorliegen.

Mehr Kontinuität

Die Stadt erhofft sich von den Ein-Euro-Jobbern mehr Kontinuität. Bislang helfen in der Halle in Köln-Porz vor allem Ehrenamtliche. Die Freiwilligen stünden meist nur für wenige Tage zur Verfügung, so Schelenz. Doch auch auf deren Unterstützung will die Stadt nicht verzichten. Es werden weiterhin ehrenamtliche Personen gesucht, die auch längerfristig mit anfassen können.

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(sueddeutsche.de/dpa/jw/gal)