Von wsa

Kernspintomographie statt Intelligenztests? Wissenschaftlern zufolge zeigt das Gehirnvolumen den IQ-Wert an.

Das Gehirnvolumen eines Menschen ist ein Maß für seine Intelligenz. Zu diesem Schluss kommt ein US-Forscher nach Auswertung von Daten aus 26 Studien. Danach lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Größe des Gehirns und dem Ergebnis von Intelligenztests nachweisen. Während sich durch Messungen des Schädels das Gehirnvolumen nur ungenau ermitteln lässt, liefere die Kernspintomographie sehr zuverlässige Ergebnisse, schreibt Michael McDaniel von der Virginia Commonwealth University im Fachblatt Intelligence (Bd. 33, S. 337, 2005).

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"Es ist jetzt klar, dass für alle Altersgruppen und beide Geschlechter ein Zusammenhang zwischen Hirnvolumen und Intelligenz besteht" so McDaniel. Die Übereinstimmung sei bei Frauen etwas stärker ausgeprägt als bei Männern und bei Erwachsenen stärker als bei Kindern. Möglicherweise könne die Messung des Hirnvolumens künftig Intelligenztests ersetzen, so McDaniel. Das Ergebnis seiner Meta-Analyse bestätigt eine Aussage des deutschen Forschers Frederick Tiedmann, der bereits 1836 glaubte, einen "nzweifelhaften Zusammenhang zwischen der Größe des Gehirns und der geistigen Energie"eines Menschen erkannt zu haben.

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(SZ vom 22.6.2005)