Lieber einmal zuviel geübt: Wer beim Schreiben einer Uni-Klausur keinen Blackout riskieren will, sollte sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten. Ein paar Tricks helfen dabei.
Montag, 8.00 Uhr. Der Prüfer verteilt die Klausurbögen, und die Kugelschreiber der Kommilitonen flitzen über die Seiten. Nur einem selbst fällt nichts ein. Diese Horrorvision hat wohl jeder Student schon einmal gehabt. Vor Klausuren bekommen viele Studenten weiche Knie. Was ist, wenn ich vor dem Aufgabenblatt sitze und plötzlich ein Blackout habe? Oder wenn ich nach der Hälfte der Zeit erst eine Aufgabe geschafft habe und noch drei warten? Solche Fragen sind vor schriftlichen Tests ganz normal. Mit der richtigen Vorbereitung ist es aber gar nicht so schwer, eine Klausur zu bestehen.
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Wer weiß, wie ein Professor seine Klausuren aufbaut, tut sich während der Prüfung leichter. (© dpa)
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Manchmal hilft es, einmal eine Klausur zur Probe zu schreiben. "Man braucht Erfahrungswerte, wie viel man im Rahmen der Zeit wirklich schaffen kann und wie man sich am besten die Zeit einteilt", erklärt Gabriela Ruhmann vom Schreibzentrum der Universität Bochum. Am besten ist es natürlich, wenn man recht genau weiß, was drankommt. Also am besten vorher die Hochschullehrer fragen. Wenn die sich zieren, einfach darum bitten, anhand früherer Klausurthemen zu erläutern, welche Leistungen erwartet werden.
Eins sollte man dabei im Hinterkopf behalten: "Der Zweck einer Klausur besteht darin, zu prüfen, ob der Stoff eines Seminars richtig verstanden und systematisch aufbereitet worden ist", erläutert Roy Sommer in seinem Buch "Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben". Eine Klausur sollte also eigentlich keine Kenntnisse verlangen, die über den Inhalt der Lehrveranstaltungen hinausgehen.
Das Lernen und Probeschreiben unterscheidet sich je nach Klausurentyp. "Bei einer Multiple-Choice-Klausur kommt es stark auf die Reproduktion von Wissen an und auf schnelles Arbeiten", erklärt Melanie Brinkschulte vom Schreibzentrum der Universität Göttingen. Bei Klausuren mit offener Fragestellung, die eher einen Aufsatz als Antwort verlangen, sind andere Lernmethoden angebracht. "Man muss sich so vorbereiten, dass man Futter für den Aufsatz bekommt."
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Der gleiche Artikel findet sich im Spiegel.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,712957,00.html