Noch ist der Kita-Streit nicht beigelegt: Arbeitgeber und Gewerkschaften sprechen zwar von Fortschritten - "einige Knackpunkte" gebe es aber noch.

Bei den Tarifverhandlungen für die Kita-Erzieher hat es am Wochenende Fortschritte, aber noch keine Einigung gegeben. Am Sonntagabend sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Frankfurt am Main, in wesentlichen Fragen gebe es noch keinen Durchbruch.

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Der seit Januar dauernde Tarifstreit hat zu zahlreichen Kita-Streiks in ganz Deutschland geführt. Nun steht offenbar der Durchbruch bevor. (© Foto: dpa)

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Die bereits seit Donnerstag in achter Runde tagenden Verhandlungskommissionen wollten in der Nacht zum Montag weiter nach einem Kompromiss suchen. "Wir glauben, dass wir auf dem Weg aufeinander zu sind, ohne dass wir in allen wesentlichen Fragen bis jetzt schon einen Durchbruch erzielen konnten", sagte Bsirske.

Der Gewerkschaftsvorsitzende sprach aber von einem positiven Verhandlungsklima:"Wir sind deutlich aufeinander zugegangen." Er sei optimistischer als noch zu Beginn der achten Verhandlungsrunde am vergangenen Donnerstag. Allerdings ist nach den Worten des Verdi-Chefs auch ein Scheitern nicht ausgeschlossen.

Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, sagte, es seien noch "einige Knackpunkte" offen.

Ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sagte, mit "großer Wahrscheinlichkeit" könne am Montag ein Ergebnis vorgelegt werden. Er kündigte für 07.30 Uhr ein Statement der Verhandlungsparteien an.

Der seit Ende Januar laufende Tarifkonflikt hatte sich über Monate verhärtet und mehrfach zu bundesweiten Kita-Streiks geführt. Daran hatten sich etwa 150.000 Beschäftigte beteiligt.

Bei einem Scheitern der Verhandlungen drohen die Gewerkschaften mit einer Ausweitung der Streiks, die in den vergangenen Wochen wegen der Sommerferien nur in geringem Umfang stattfanden. Die Gewerkschaften verlangen mehr Geld und einen besseren Gesundheitsschutz für die 220.000 kommunalen Erzieherinnen und Sozialpädagogen.

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(AP/dpa/dmo)