Rigoroser Kampf gegen den Sittenverfall der Belegschaft: Der Chefarzt einer katholischen Klinik wurde entlassen, weil er nach seiner Scheidung erneut geheiratet hatte.
Beim Arbeitgeber Kirche gelten andere Gesetze: Rigoros geht die katholische Kirche jetzt gegen den "Sittenverfall" in den eigenen Reihen vor: Dem Chefarzt eines katholischen Krankenhauses in Düsseldorf wurde gekündigt, weil er nach einer Scheidung erneut geheiratet hatte. Damit habe er gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre verstoßen, argumentiert sein Arbeitgeber, der kirchliche Träger der Klinik.
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Der Chefarzt einer Klinik unter kirchlicher Trägerschaft wurde entlassen, weil er nach seiner Scheidung eine zweite Ehe einging. (© AP)
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Der Mediziner wehrte sich gegen seinen Rauswurf und bekam vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht zunächst recht. Doch der kirchliche Arbeitgeber lässt nicht locker und ist vor das Landesarbeitsgericht gezogen. Dort geht der Rechtsstreit am kommenden Donnerstag in die vermutlich entscheidende Runde.
Mit der zweiten Heirat habe der Arzt durchaus eine Pflichtverletzung begangen, die nach katholischem Kirchenrecht zur Kündigung berechtigt, ließ das Gericht bereits erkennen. Ausschlaggebend ist aber, ob der Arbeitgeber von der zweiten Ehe schon länger gewusst und diese eine Weile toleriert haben könnte. In dem Fall könnte die Kündigung unwirksam sein.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
Das Gericht hat die Kündigung aufgehoben! DER Grund, Gleichheitsgrundsatz, denn andere Chefärzte leben auch in 2ter Ehe und dies war dem kirchlichen Arbeitgeber bekannt.
Es gibt in der katholischen Kirche eben noch mehr Strafmaßnahmen, als nur die Exkommunikation.
Um es so auszudrücken, wie es der ungebildete Katholik auf dem Lande mit der Muttermilch zu sich genommen und dem väterlichen Rohrstöckchen beigebracht und im Religionsunterricht bekam:
(Stock-Konservativ Anfang)
Wenn Onkel Doktor wahrscheinlich nach allen inzwischen in Rom schriftlich niedergelegten Vorschriften in die Hölle kommt, weil er zum zweitenmal heiratet, dann darf man ihn doch nicht an Schäfchen herumoperieren lassen, die sich 100-pro an die Vorschriften halten. Und er darf auch kein Geld mehr für seine Arbeit von der heiligen Mutter Kirche erhalten.
(Stock-Konservativ-Ende)
Man sollte mal abklopfen, ob unser Grundgesetz mehr Hirnschmalz besitzt, als es jahrtausendelang in römische Vorschriften geflossen ist !
Na also !
Geht doch ! Das ist wahre Vorwärtsverteidigung.
""was mit ihrer Kirche geschieht, da sie eben kurz davor ist, ganz zu verfallen ""
Ja ist das lustig, da will eine sterbliche, sündige Userin die Worte unseres Herrn Jesus anzweifeln, der da sagt: ...die Pforten der Hölle werden seine Kirche nicht überwinden.
Liebe Nachdenkliche, die kath. Kirche wird noch bestehen bis zur Wiederkunft unseres Herrn .....
Ihre Kirche ist nicht die Kirche des Herrn, denn ihr macht was ihr wollt und nicht das was Jesus will.
Dürfte ich ein atheistisches Krankenhaus eröffnen, in dem nur ungetaufte Bewerber aufgenommen werden? In dem jeder gekündigt wird, der beim Beten erwischt wird? Nein, dürfte ich nicht. Ich könnte meine Regeln noch so offenlegen, ich könnte sogar als Tendenzbetrieb auftreten - eine solche Regelung wäre sittenwidrig und somit hinfällig.
Aber die Kirchen, die dürfen genau das. Und sie tun es: sie verfügen über einen Großteil der Krankenhäuser und Schulen hierzulande, sind also eine Macht auf dem Arbeitsmarkt. Die nutzen sie aus.
Die katholische Kirche beweist damit Doppelmoral: Spricht sie nicht so gerne von Menschenwürde und dem Naturrecht? Wenden wir mal Kants Kategorischen Imperativ an: Würden alle so handeln, geschiedene Menschen kündigen, würden diese Menschen in der Dauer-Arbeitslosigkeit landen. Ja, nur weil jemand nicht auf Anhieb das Eheglück findet, wird er in die Gosse gestoßen! Geht es unmenschlicher?
Schäm dich, Katholische Kirche! Mit Menschenwürde brauchst du mir nicht mehr kommen. Schau dich in den Spiegel!
Paging