Eine steile Karriere hängt nicht nur von persönlichen Anstrengungen oder Glück ab - großen Einfluss auf den beruflichen Erfolg hat vor allem der Charakter.
Die Wahrscheinlichkeit, Karriere zu machen, hängt nicht zuletzt von den Charaktereigenschaften ab. Zwar spielen Faktoren wie Beziehungen, Glück oder Karriereanstrengungen eine Rolle, aber auch der Charakter entscheidet mit, zeigt eine Studie amerikanischer Entwicklungspsychologen. Danach haben vor allem Menschen mit hoher Gewissenhaftigkeit und geringem Neurotizismus Aussicht auf Zufriedenheit im Berufsleben und ein hohes Einkommen.
Karriere macht, wer den richtigen Charakter hat. Gewissenhaftigkeit hilft. (© Foto: iStock)
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Das berichtet die in Weinheim erscheinende Zeitschrift Psychologie heute in ihrer Dezember-Ausgabe. Neurotizismus ist ein Persönlichkeitsfaktor, der mit emotionaler Labilität und der Neigung zu Angst verbunden ist. Stark extrovertierte Persönlichkeiten profitieren der Studie zufolge aufgrund ihres sozialen Netzwerks am Beginn ihrer Karriere am meisten. Später macht sich diese Eigenschaft kaum noch positiv für die weitere Karriere bemerkbar.
Andererseits wirkt beruflicher Erfolg auf den Charakter zurück: Steigt das Einkommen mit dem beruflichen Fortkommen, lässt sich Neurotizismus seltener beobachten. Das liegt nach Einschätzung der Wissenschaftler daran, dass ein höheres Gehalt mehr Sicherheit vermittelt und dazu beiträgt, emotionalen Stress zu verringern. Ein geringes Einkommen mache dagegen tendenziell anfälliger für Angst und für das Gefühl, wertlos zu sein.
Das Team um Angelina Sutin vom National Institut of Aging in Baltimore hatte für die Erhebung der Daten 302 Berufstätige untersucht, die am Ende der sich über zwölf Jahre erstreckenden Studie im Schnitt 50 Jahre alt waren. Mehrmals im Studienverlauf wurden Angaben zu beruflicher Situation, Einkommen, Zufriedenheit und zu Charaktermerkmalen der Teilnehmer erhoben und dann miteinander verglichen.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
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dessen "neue Erkenntnisse" nichts anderes als Selbstverständlichkeiten sind (um nicht zu sagen Banalitäten).
Das ist der Grund, weshalb Menschen im fortgeschrittenen Alter der Schritt ins Jenseits leichter fällt. Heranwachsende Generationen gelangen zu Erkenntnissen, die die Vorgängergeneration 30 Jahre früher hatte. Und doch glaubt jede nachwachsende Generation an die Einzigartigkeit ihrer Erkenntnisse . Für die aktuell Erleuchteten ein grandioses Gefühl, für die Vorgängergeneration die deprimierende Erkenntnis, dass die Welt sich nur im Kreise dreht.
Was mich jetzt irritiert, ist die Tatsache, dass ich bisher noch keine Führungskraft kennegelernt habe, die nicht neurotisch und labil war.
Offensichtlich gehört der soveräne Umgamg mit Kritik und Widerspruch nicht zu den maßgeblichen Erfolgseigenschaften.
letztinstanzlich, moralisch verantwortlicher liberaler Unternehmer, bedeutet Gewissenhaftigkeit, die bedingungslose und sofortige Umsetzung meiner Zielvorgaben.
Hinterfragen des Non-plus Ultra meiner Vorgaben und Zögerlichkeit bei deren Umsetzung betrachte ich als emotionale Labilität und die Reaktion eines Hasenfußes. Ich schätze Arbeitnehmer mit harter Faust und klarer Kante, die auch mal über Leichen gehen.
Jeder Leser mit etwas Lebenserfahrung weiß, dass dieser Artikel deutlich an der Wahrheit vorbeischrammt. Was bittschön wird unter dem Begriff Gewissenhaftigkeit verstanden? Kriecherisches Anpassen an mehr oder weniger sinnvolle Vorgaben oder die Bewunderung der Neurosen der Vorgesetzten? Oder war damit die tatsächliche Anpassung an die Erfordernisse eines Projektes gemeint?
Je höher man in der Hierarchie aufsteigt, um so besser kann man seine persönlichen Neurosen auf Kosten der Untergebenen ausleben, die dann reaktiv Neurosen entwickeln, leider aber nicht das gleiche Ventil haben wie die Vorgesetzten. Dieser Effekt ist in der Psychologie seit längerem bekannt. Man kann also diesen Wissenschaftsartikel getrost als Trash vergessen.