Keine Mappen auf Messen
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Diesen Zeitpunkt hält auch Judith Oppitz für richtig, "zur Orientierung, um sich generell zu informieren und den Findungsprozess in Gang zu setzen". Ein weiterer Besuch sei sinnvoll, "wenn es um die Jobsuche geht, etwa sechs Monate vor dem Berufseinstieg".
Schwer bepackt mit einem Stapel Bewerbungsmappen sollte niemand losgehen. "Besser ist, ein einseitiges Kurzprofil mitzunehmen, auf dem die wichtigsten Eckdaten stehen", sagt Oppitz. Viele Firmen nehmen nach ihrer Erfahrung auf den Messen ohnehin keine Mappen an. "Sie bitten die Bewerber, die Mappen ins Unternehmen zu schicken oder am Online-Verfahren teilzunehmen."
Die Unterlagen hinterher zu verschicken, ist nach den Worten von Doris Brenner wesentlich besser. "So kann man die entsprechende Person direkt anschreiben und auf das Gespräch Bezug nehmen." Wichtig für die Messeplanung seien auch Freiräume, sagt Doris Brenner: "Man braucht kurze Pausen, auch um sich ein paar Notizen zu den einzelnen Unternehmen zu machen."
Ebenfalls eine Überlegung wert ist das richtige Outfit. "Business-Look" sei auf einer solchen Veranstaltung angesagt, sind sich die Experten einig. Mit einem Anzug oder einem Kostüm machen die Absolventen einen guten Eindruck. Auch die Reflexion über das eigene Können und die Situation sollten nicht vernachlässigt werden. "Einen Arbeitgeber interessiert, was ein Bewerber ihm zu bieten hat", sagt Brenner. Darum müsse jeder die eigenen Fähigkeiten kennen, um sie einem potenziellen Arbeitgeber richtig zu präsentieren. "Bewerben heißt schließlich Werbung in eigener Sache machen."
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(dpa/Verena Wolff/bön)
Moderne Verwaltung
Ich kann dem Beitrag von toom2007 nicht zustimmen; ich habe auf dem Absolventenkongress in Köln eher gegenteilige Erfahrungen gemacht.
Ich habe ein recht exotisches Profil (so grob Sprachwissenschaften mit kleinem Informatik-Einschlag, dazu aktuell erst einmal 1. Staatsexamen Lehramt; Abschlussarbeit: Semantische Netze, semantische Merkmalsstrukturen und Prädikationen vor dem Hintergrund einer maschinellen Verarbeitung).
Für ein solches Profil ist auf Unternehmensseiten meistens nichts zu finden, auch in Jobbörsen tut man sich da schwer, weil man in kein Raster passt.
Ich bin bei den Unternehmen, bei denen ich vor Ort angefragt habe, fast durchweg auf extrem kompetente Personaler gestoßen. Wenn ich nicht von vornherein die richtige Person angesprochen hatte, wurde ich an die entsprechende Person verwiesen. Diese hatte jeweils viel Wissen über die für meine Qualifikationen passende Stelle im Unternehmen, und ich merkte, dass man mit dem Thema meiner Abschlussarbeit durchaus etwas anfangen konnte ("Ja, der Bereich ist definitiv ein Thema für uns."). Die jeweils passenden Stellen wurden mir näher erläutert und dafür, dass es sich definitiv um reinrassige Personaler handelte, brachten diese alle enorm viel Fachwissen über den zu besetzenden Bereich mit und arbeiteten mit diesem offenbar sehr eng zusammen. In einem Fall hörte ich auch ein "Ich sehe Sie da und da ... weil ..."
Ich kann die Kritik also nicht nachvollziehen. Entweder die falschen Unternehmen erwischt oder bei der Vorstellung des eigenen Profils irgendwas vermasselt ... aber nicht nur die Schuld beim Unternehmen suchen!
Anders als in diesem Artikel beschrieben, kann ich vor solchen Kontaktmessen nur warnen. Ich war jetzt auf mehreren Kontaktmessen und habe bei verschieden Firmen angefragt. Dort wurde ich von den Personalern abgewiesen mit der Begründung, dass meine Qualifikation nicht gefordert wäre. Ein Blick auf die Homepage der Unternehmen hat aber gezeigt, dass sie explizit auch Abschlüsse suchen, wie den den ich erworben habe.
Da ich diese Verhalten bei mehreren Teilnehmern feststellen konnte, mein Fazit:
1. Die Firmen scheinen häufig absolute Deppen an den Stand zu stellen, die offensichtlich selber keine Ahnung vom Unternehmen haben.
2. Ein Blick auf den Karriereteil auf der Firmenhomepage bringt oft mehr.
3. Nur wenige Firmen hatten wirklich Leute an den Ständen die Ahnung hatten.
Deshalb die Beratung ist mir Vorsicht zu genießen und die Aussage des Artikels "Fachkollegen als Ansprechpartner" muss definit relativiert werden.