sueddeutsche.de: Die Gesprächspartner haben viel von sich offenbart. Warum haben sie mitgemacht bei dem Buchprojekt?
Andrea Sixt, Autorin von "Everybody is perfect. Viele Wege führen zum Erfolg". (© Foto: Christian M. Weiß)
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Sixt: Sie fanden es wichtig zu zeigen, dass niemand perfekt sein muss; dass man sich diesen Druck nicht machen muss. Sie wollten etwas von ihrer Lebensphilosophie mitgeben.
sueddeutsche.de: Was haben Ihre Interviewpartner auf dem Weg zum Erfolg dazugelernt?
Sixt: Alle meine Gesprächspartner analysieren sich selbst sehr genau und sehen auch ihre Fehler. Ein Michael Mendl guckt sich in seinen Filmen auch heute noch genau an, kritisiert sich und lernt. Sie glauben trotzdem an sich und geben nicht so viel darum, was die anderen sagen. Alle haben sich das Leben so gebaut, dass es für sie stimmig ist. Heute kann man zum Beispiel Franziska van Almsick nicht mehr so leicht verletzen. Sie hat aus dem gelernt, was sie als junger Mensch durchleiden musste.
sueddeutsche.de: Braucht man andere Menschen, um erfolgreich zu sein?
Sixt: Manche machen das alleine für sich, wie Erich Sixt, der nichts von Coaching hält. Dafür liest er nächtelang. Andere lassen sich beraten - jeder hat eine andere Art, an sich und seiner Entwicklung zu arbeiten. Ich denke, man braucht aber den Austausch, egal ob in Form eines Buchs oder in Form eines Gesprächs. Man braucht Input von außen, um den eigenen Weg zu finden.
Andrea Sixt, geboren 1958, ist Roman-, Sachbuch- und Drehbuchautorin. Nachdem sie Versorgungstechnik studiert und einige Jahre als Ingenieurin auf Großbaustellen gearbeitet hatte, wechselte Andrea Sixt den Beruf: Sie machte sich als Autorin selbständig. Unter anderem schrieb sie das Drehbuch zum Kinofilm "Workaholic" und das Sachbuch "Noch einmal lieben", das 2006 verfilmt wurde. Nach einer Krebserkranung wurde sie Mitbegründerin von Brustkrebs Deutschland e. V. Sie lebt mit ihrem Mann in München.
Andrea Sixt Everybody is perfect Viele Wege führen zum Erfolg 288 Seiten, 19,95 Euro ISBN: 978-3-517-08489-3 Südwest-Verlag
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(sueddeutsche.de/sonn)
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