Frauen verdienen weniger als Männer - diese Tatsache lässt sich leider nicht ignorieren. Doch worin liegen diese Unterschiede am Arbeitsmarkt begründet? Drei Fragen an Ingelore Welpe vom Institut für Frauenforschung und Gender-Studien in Kiel.
Frage: Woher kommt die Ungleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt?
Professor Dr. Ingelore Welpe, Institut für Frauenforschung und Gender-Studien an der FH Kiel. (© Foto: privat)
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Welpe: Dafür gibt es viele Gründe. Bei Industrie und Wirtschaft hat sich das Bild festgesetzt, dass bei Frauen die Produktivität niedriger ist als bei Männern. Frauen müssen Familienpflichten nachgehen und wählen daher oftmals Teilzeitberufe. Zu Berufsgruppen mit höherer Vergütung haben viele keinen Zugang.
Frage: Doch selbst bei gleicher Ausbildung stehen Frauen mit schlechteren Chance da. Wieso?
Welpe: Selbst Akademikerinnen mit guter Ausbildung haben in der Tat schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als ihre männlichen Kollegen. Für viele Wirtschaftsunternehmen ist es schlicht ein Risiko, eine Frau einzustellen, weil sie beispielsweise nach der Gründung einer Familie wieder aussteigen könnte.
Frauen sind in den Augen vieler Personalmanager ein Unsicherheitsfaktor. Die männliche Erwerbsbiographie lässt sich besser kalkulieren. Daneben muss man den Frauen allerdings auch weniger Geschick bei Gehaltsverhandlungen konstatieren.
Ihre mangelnde Erfahrung und ihre schlechte Verhandlungsposition aus den genannten Gründen sind auch Gründe dafür, dass Frauen weniger Gehalt bei gleicher Arbeit bekommen.
Frage: Durch die Maßnahmen in der Familienpolitik soll Familie mit Beruf vereinbar werden. Verbessert sich dadurch die Lage der Frauen auf dem Arbeitsmarkt?
Welpe: Auch wenn die Maßnahmen in Deutschland in Sachen Familienpolitik sicherlich in die richtige Richtung gehen: Für die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt sind sie kontraproduktiv. Die Familienpolitik zementiert eher die schlechtere Stellung der Frau auf dem Arbeitsmarkt.
Frauen werden mehr in Teilzeitberufe getrieben, der Zugang zu besserverdienenden Berufsgruppen keinesfalls erleichert. Das Gehaltsgefälle in Deutschland wird dadurch nicht bekämpft.
(sueddeutsche.de)
Moderne Verwaltung
"Außerdem Belegen Studien, dass eine frühe Integration des Kindes im Hort sich auf die Persönlichkeit des Kindes positiv auswirkt, als von denen Kindern, die sich z.B. mit der Mutti Zuhause die Talkshows ansehen müssen, ohne jeglichen Kontakt zu gleichaltrigen."
Aha und Kinder die zu Hause erzogen werden schauen sich natürlich mit Ihrer Mutter immer Talkshows an und haben nie Kontakt zu gleichaltrigen!
Abgesehen davon, dass dies die Mütter doch erheblich beleidigen dürfte, darf man nicht davon ausgehen, dass dies der Realität entspricht. Darüber hinaus kann ich gerade selbst im Kindergarten beobachten wie sich mein Sohn der erst mit 3 zum ersten Mal in eine solche Gemeinschaftseinrichtung kommt innerhalb von 3-4 Monaten mittlerweile locker integriert hat und zwar ebenso gut und nach Aussage der Erzieherin teilweise sogar besser als manches "Hortkind".
Wichtig wäre doch die Freiheit zu haben für sich sowohl das eine wie auch das andere Modell wählen zu können. Diese Freiheit haben leider viele Eltern nicht mehr, da sie beide beruftstätig sein müssen um ihr Leben finanzieren zu können. Hier wäre eigentlich ein Ansatz zu sehen, dass man die Familien in die Lage versetzt die Kinder zu Hause zu erziehen, wenn sie dies denn wollen. Und dies "in die Lage versetzen" meint sowohl finanziell als auch inhaltlich.
Massenhafte Erziehung von Kindern in Erziehungsanstalten ist bisher eher ein Kennzeichen totalitärer Systeme gewesen!
Dass Beruf und Familie in Deutschland nicht vereinbar sind, liegt aber eben genau auch an der Erwartungshaltung die man an Arbeitnehmer hat. Flexible Arbeitszeiten, Aufteilung der Erziehung auf Mann und Frau, etc. Es ist nicht einfach das mit manchem Arbeitgeber unter einen Hut zu bringen. Ich hatte gerade gestern das Vergnügen, dass meine Frau kurzfristig einen Arzttermin bekommen hatte und ich tags zuvor meinem Chef am Telefon noch mitteilen musste, dass ich nicht kommen würde in der Früh. Aus dem halben Tag Abwesenheit wurde ein ganzer, weil der Termin sich hinzog. Also wieder Anruf, ich komme heute gar nicht, ist das ok? Das geht bei meinem Chef und bei meiner Tätigkeit, die ich mir weitgehend selbst einteilen kann recht gut. In anderen Bereichen ist das nicht so gut möglich.
Dass Skandinavien immer so gelobt wird ist im Übrigen auch schwer verständlich. Lesen Sie bspw. mal hier:
http://www.hausunterricht.org/html/kita_schweden.html
Die Essenz daraus:
"Wenn Sie an einer öffentlichen Debatte über die Zukunft der Fa
"natürlich ist es theoretisch eine schöne Vorstellung Kinder und Karriere vereinbaren zu können, hört sich wirklich gut an...leider ist es aber nach wie vor nur ein Gedankenkonstrukt."
Absoluter Blödsinn. Dass dies kein Gedankenkonstrukt ist und es sehr gut funktioniert, kann man mit einem Blick über den "Tellerrand" der Deutschen Grenze beobachten, wie z.B. in den skandinavischen Ländern und Frankreich! Außerdem Belegen Studien, dass eine frühe Integration des Kindes im Hort sich auf die Persönlichkeit des Kindes positiv auswirkt, als von denen Kindern, die sich z.B. mit der Mutti Zuhause die Talkshows ansehen müssen, ohne jeglichen Kontakt zu gleichaltrigen.
Es muss auch gesagt werden, dass es Frauen gibt, die nicht arbeiten wollen, neben denen die Familie und Karriere vereinbaren.
Ich sage nicht, das Frauen Männer sein wollen, aber überall in den Frauenmagazinen wird ebendas unterbreitet. Ala "Frauen ihr seid doch so benachteiligt"oder " heutige Frauen müssen so und so sein"- natürlich ist es theoretisch eine schöne Vorstellung Kinder und Karriere vereinbaren zu können, hört sich wirklich gut an...leider ist es aber nach wie vor nur ein Gedankenkonstrukt.
Ihr Ruf nach mehr Kinderbetreungsmöglichkeiten in allen Ehren, aber nicht die Menge macht eine gute Betreuung sondern die Qualität. Ich sehe täglich genügend Beispiele, wie sich eine solch minderqualitative Verwahrung von Kindern auswirkt, nur damit man als Frau nicht aus dem Berufsleben ausscheiden muss und in die " Hausfrauenschublade" gesteckt wird. Das geht oft auf Kosten der Kinder.
Dazu kommt auch die soziale Unbill in der viele Familien heute stecken, und die Frauen dazu zwingt unterbezahlte Jobs und schlechte Kinderbetreuung in Kauf zu nehmen, damit es überhaupt irgendwie geht. Ihre Sichtweise scheint mir daher eine sehr privilegierte zu sein, denn in diesen Familien kann sich der Mann gar nicht leisten eine Babypause zu machen, um sich um die Kinder zu kümmern.
Im letzten Satz stimme ich wieder mit Ihnen überein, man wird ein wahres Organisationstalent, trotzdem sind Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen, und manche Familien in Deutschland haben diese Möglichkeit gar nicht.
Der Unterschied liegt darin, dass bei Frauen der "Unsicherheitsfaktor Berufsausstieg" mit Gehaltsabschlag (die geht ja vielleicht) versehen wird und bei Männern der "Unsicherheitsfaktor Arbeitgeberwechsel" ( sonst geht er vielleicht) mit Gehaltszuschlag bedacht wird. Solange diese Denkmuster bestehen, wird sich nichts ändern.
Wenn man so die Aussagen von Feministinnen sieht, muss ich doch leider einen gewissen Realitätsverlust unterstellen. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Frauen verdienen nicht weniger als Männer. Die Arbeit die sie vollbringen, wird dementsprechend bezahlt. Punkt. Auch Männer müssen bei dem zur Zeit vorherrschenden Lohndumping Abstriche machen und sollen z.B. für 5 Euro auf dem Bau für irgendwelche Zeitarbeitsfirmen Schwerstarbeit vollbringen. Welche Frau wäre dazu bereit?! Auch sind in vielen Berufen Frauen bevorzugt - Behörden, besagten Zeitarbeitsfirmen (konnte ich persönlich 80% Frauenanteil feststellen). Frauen sind nunmal weniger belastbar und suchen sich beguemere Büroberufe. Auch ein Bürokaufmann verdient nicht mehr als eine Bürokauffrau. Dagegen sind Beamtinnen nach Besoldungsstufen, studierte Geo-, Bio- oder sonstwas loginnen genauso bezahlt wie ihre männlichen Pendants. Nein, eine geschlechterspezifische Ungleichheit ist nicht vorhanden. Eher eine allgemeine Ungerechtigkeit - ob Mann oder Frau. Den meisten (!) Frauen fehlt es nunmal an Allgemeinwissen - sie interessieren sich weniger für Politik und allgemein gesellschaftliche Verhältnisse. Es ist dann eben leichter, die ewig gleichen schwarzerischen Feminismusfloskeln rauszuhauen. keien Frau wird unterdrückt - sie lässt sich unterdrücken. Wir haben ein Grundgesetz seit beinahe 60 Jahren, indem Mann und Frau gleichgestellt sind. Also liebe Frauen, ein bisschen mehr politisches Engagement und vor allem Selbstbewusstsein und nicht Quotenfrau als Ziel - das ist Emanzipation! Natürlich wird die Wahrheit immer ungern gesagt und ungehört. Man will ja Genleman bleiben. Ach ja, wir haben übrigens eine Bundeskanzlerin - wie ungerecht die Welt doch ist...
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