Mehr als Business-Etikette nötig
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Um optimal auf den Auslandseinsatz vorzubereiten, sollte ein interkulturelles Training daher mit einer Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Gespräche, Beobachtungsübungen oder Rollenspiele ansetzen.
Eine solche Übung kann beispielsweise darin bestehen, dass die Teilnehmer einen für sie typischen indischen Mitarbeiter auf ein Papier malen und ihm Adjektive zuschreiben müssen, erklärt Henze. Dadurch finden die Teilnehmer heraus, welche persönlichen Bilder sie von der anderen Kultur haben, die die spätere Zusammenarbeit maßgeblich prägen werden. Sie erfahren zudem, in welchen Bereichen sie Probleme bekommen könnten und sie schärfen ihren Blick für kulturellen Unterschiede.
Doch der Markt externer Anbieter von kulturellen Trainings ist schwer überschaubar. Auch ein einheitliches Qualitätssiegel, an dem sich Unternehmen orientieren können, gibt es noch nicht.
Fragen an den Trainer
Um einen seriösen Anbieter mit passendem Angebot zu finden, empfiehlt Henze daher, sich die Biographien der in Frage kommenden Trainer anzusehen und zu überprüfen, woher ihre Kulturkompetenz stammt. Welche Erfahrungen haben die Trainer in dem Land gesammelt? Sind sie gar bikulturell oder zweisprachig aufgewachsen? Wie sind sie ausgebildet?
Auch sollten Unternehmen nachfragen, welche Materialien beim Training herausgegeben werden. Gibt es nur die Seminarunterlagen oder erhalten die Teilnehmer auch Verweismaterial, so dass sie in Eigeninitiative nacharbeiten können? Idealerweise bietet der Trainer auch eine Nachbetreuung an, so dass sich die Teilnehmer im Anschluss an das Seminar für einen begrenzten Zeitraum mit Fragen an ihn wenden können.
Ganz wichtig ist auch, wie sich der Anbieter auf das Training vorbereitet. "Ein gutes Unternehmen wird feststellen, welchen spezifischen Bedarf ein Kunde hat. Dann wird es vorab einen Erhebungsbogen an die Teilnehmer schicken um zu erfahren, wer am Trainingstag vor einem sitzt, welche Erfahrungen die Teilnehmer schon mit anderen Ländern und Kulturräumen gesammelt haben und was ihrer Meinung nach im Seminar unbedingt behandelt werden muss. So lässt sich sicherstellen, dass der Trainer jeden Teilnehmer am richtigen Ort abholt."
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