Mit einer Initiativbewerbung können sich Jobsuchende bei Personalberatern ins Gespräch bringen. Wer Erfolg haben will, sollte jedoch nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen.
Carola Wendt ist eine Ausnahme unter den Personalberatern: Die Hamburgerin, die sich auf die Werbebranche spezialisiert hat, wirbt grundsätzlich keine Mitarbeiter ab. "Ich verlasse mich zum größten Teil auf Initiativbewerbungen", sagt sie. Bevor sie sich im Jahr 2000 mit ihrer eigenen Beratung selbständig machte, war sie neun Jahre lang bei der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt. Sie kennt die Branche - und die Branche kennt sie. "Ich erhalte jeden Tag etwa vier neue Anfragen von Bewerbern", so Wendt. Für eine kleine Beratungsfirma ist das eine ganze Menge.
Jobsuche per Headhunter: Wer sich aktiv ins Spiel bringen will, muss gezielt vorgehen. (© Foto: dpa)
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Bei Kienbaum Executive Consultants (KEC), der größten Personalberatung hierzulande, läuft es anders: Hier gehen die Berater gezielt auf die Kandidatenpirsch, um vakante Positionen für ihre Kunden zu besetzen. Initiativbewerbungen erhalten sie zwar auch - stolze 5000 im Jahr. Doch für eine Beratung dieser Größenordnung sind das nur etwa fünf Prozent der Kandidatenkontakte pro Jahr. "Die Erfolgsquote von Initiativbewerbungen ist nicht sehr hoch", sagt Wolfgang Lichius, Partner bei KEC. Denn sie haben ein gravierendes Defizit: "Es ist eher selten, dass Initiativbewerbungen genau auf ein Suchprofil passen."
Trotzdem raten Experten Jobsuchenden zur Eigeninitiative: "Früher war es unüblich, sich bei Personalberatungen zu bewerben", sagt Klaus Reiners, Pressesprecher des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) in Bonn. Heute seien Initiativbewerbungen dagegen gern gesehen. Diese Veränderung hängt laut Reiners mit dem "Trend zum Bewerbermarkt" zusammen: "Die demographische Entwicklung und der anziehende Arbeitsmarkt machen es teilweise schwierig, geeignete Kandidaten in der gewünschten Güte zu finden." Besonders gesucht sind derzeit Fach- und Führungskräfte aus dem Vertriebs- und Ingenieurswesen, vor allem im Automobil- und Zuliefererbereich.
Die passende Beratungsfirma suchen
Erschwert wird die Arbeit der Berater durch die abnehmende Flexibilität der Manager: Freizeit und soziale Bindungen werden immer wichtiger. Sind die Führungskräfte durch ihre Familie an einen Ort gebunden, kann meist auch eine Gehaltssteigerung die Nachteile eines Umzugs nicht aufwiegen.
Hier liegt die Chance für ambitionierte Jobsuchende: Heute muss niemand mehr warten, bis ein "Kopfjäger" auf ihn aufmerksam wird. Doch wer sich bei den Beratern aktiv ins Spiel bringen will, muss gezielt vorgehen. Am Anfang steht die Suche nach der passenden Beratungsfirma: Empfehlenswert ist es, sich im Internet zu informieren, welcher Headhunter auf den eigenen Fachbereich spezialisiert ist. Anfragen nach dem Gießkannenprinzip sind eher kontraproduktiv. Eine erste Orientierung geben kann die Website des BDU: Sie liefert eine Mitgliederdatenbank mit je einem kurzen Profil der Anbieter. Allerdings sind beim BDU nur rund neunzig von knapp 2000 deutschen Personalberatern verzeichnet.
Einen Überblick verschaffen können sich Interessenten auch bei Headhunter-Portalen wie Consultants.de oder Placement24.com. Diese Services sind kostenpflichtig. So bekommt man bei Consultants.de etwa 150 Berater-Adressen für fünfzig Euro. Die Seriosität der hier gelisteten Berater ist in der Branche allerdings umstritten.
Auf die Recherche folgt der Griff zum Telefonhörer. "Meist fragen die Interessenten erst an, ob eine Bewerbung erwünscht ist", sagt Wendt. So könnten sie auch gleich den richtigen Ansprechpartner in Erfahrung bringen - das ist gerade bei großen Beratungsunternehmen wichtig. Den Umgang mit Bewerbungsunterlagen handhabt jeder Headhunter anders: Spezialisierte Berater wie Wendt bevorzugen oft die Online-Variante. Große Häuser wie Kienbaum akzeptieren auch schriftliche Bewerbungen. Bei Kienbaum gibt es die Möglichkeit, sich selbst in die interne Bewerber-Datenbank einzutragen. Diesen Service bieten inzwischen viele Personalberater an.
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Debatte über Urheberrecht
die letzten 6 monate habe ich ueber 40 eigene bewerbungen geschrieben. dabei sind drei vorstellungsgespraeche heraus gekommen.
letztendlich bin ich bei der 3. firma eingestellt worden.
vom arbeitsamt kamen drei sehr zweifelhafte stellenangebote und nicht mal eine antwort auf die bewerbungen.
von den 7 headhuntern, bei denen ich mein profil hinterlegt hatte, habe ich nichts anderes als art typische berater gewaesch gehoert viele telefon interviews. dann aber auch hier keine rueckmeldungen mehr. manche waren sogar so frech mich zu bitten Ihnen freie stellen zu melden falls ich welche wusste (angbl. renommierte int. agency in der innenstadt).
also meine erfahrung ist das headhunter nur als bottleneck fungieren. sie kosten zeit, nerven und (zum glueck nicht mein) geld. online jobboersen halten ca. 60 - 70% der stellen via headhunter / recruiting firmen vor. also den markt haben sie an sich gerissen. aehnlich dem wohnungsmarkt in muenchen. HR/abteilungen wollen halt lieber vorselektierte bewerbungen sehen. so das ist der nachteil wenn man bei HR die kompetenzen "outsourced".
geld ist zum fenster rausgeworfen.
Da der letzte Absatz aus technischen Gründen beschnitten wurde:
Mehr als Werbung für die Agentur Wendt ist der Bericht nicht. Aber sich bei der Dame zu bewerben macht dennoch keinen Sinn. Anstatt die Probleme der Industrie beim Namen zu nennen und einen Gesinnungswandel in den Unternehmen zu fordern, hat Frau Wendt nur das Versagen der Industriellen auf die (unnützen, untauglichen) Arbeitslosen abgewälzt. Sie beleidigt mich - und erwartet dass ich mich dann bei ihr bewerbe!?!
Das ist also die 'hohle Theorie' von Wendt und Schäfer: Initiativbewerben, ohne ins Gießkannenprinzip zu verfallen. Nun, die Telekomiker, die abgeschobenen Bahnfachleute, die zwangsversetzten (beamteten) Verwaltungswirte in der BA/ARGE sagen aber das genaue Gegenteil: fleißig Gieskanne nutzen; Bewerben egal wo, egal auf was, hauptsache beworben. Und wem soll man jetzt glauben? Der aus der freien Wirtschaft kommenden Frau Wendt - oder den im Staatsdienst stehenden Hartzisten die in 30%-Schritten sanktionieren falls man der Frau Wendt Glauben schenkt? Tja, da fällt die Entscheidung gar nicht schwer.
Gut, so wahr manches der Frau Wendt sein mag (weswegen die Hartzisten ja mit menschen- und vernunftverachtender Härte vorgehen müssen), so muß man der Dame doch zweierlei zum Vorwurf machen.
Erstens hat sie als Headhunter, haben die Vermittlungsagenturen und sonstigen Stellenmakler keine Arbeitsplätze. Sie vermittelt/vermitteln nur. Aber mangels Interesse der Industrie bleibt die Vermittlung mehrheitlich beim bloßen Datensammeln. Die Dame und ihre Kollegen reden also einen Bedarf nur herbei. Und gerade wenn sich nun alle 8 Millionen Arbeitslosen bei der Dame melden sollten, wird sich zeigen: es gibt keine 8 Millionen freien Stellen. Nicht bei der Frau Wendt und nicht bei den Kunden der Frau Wendt.
Das zweite Problem betrifft die Auswahlkriterien denen Frau Wendt und ihre Kunden folgen. Für Firma XY werden Fachkräfte gesucht deren Qualifikation so ist, also wären sie seit Jahren Stammpersonal der Firma XY? Aber derlei werden weder Firma XY, noch Frau Wendt, finden können. Das Problem des Fachkräftemangels in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit (von Fachkräften) gibt es ja erst seit die Unternehmen weltfremde Maßstäbe ansetzen. Früher wurden die Fachkräfte aus verwandten Gebieten übernommen und passend geschult - deswegen hatten die Firmen immer passende Fachkräfte. Heute dagegen muß man Kenntnisse mitbringen die einzig in Firma XY relevant sind. Und so stehen sich die Personaler selbst im Wege. Wobei sich Frau Wendt (offengesagt) als Sündenbock für die weltfremde Meinung der Personaler anbietet.
Mehr als Werbung für die Agentur Wendt ist der Bericht nicht. Aber sich bei der Dame zu bewerben macht dennoch keinen Sinn. Anstatt die Probleme der Industrie beim Namen zu nennen und einen Gesinnungswandel in den Unternehmen zu fordern, hat Frau Wendt nur das Versagen der Industriellen auf die (unnützen, untauglichen) Arbeitslosen abgewälzt. Sie beleidigt mich - und